Tolle Stimmung beim Freundschaftsspiel

    „Es war halt ein ganz normales Fußballspiel“, resümierte der 16-jährige Paulus Jermis das Freundschaftsspiel zwischen der B-Jugend des FSV Union Fürstenwalde und einer ausgewählten Mannschaft des Communis-Projekts; ein soziales Projekt, bei dem es zu regelmäßigen Begegnungen von Schülerinnen und Schülern der Katholischen Schule Bernhardinum und geflüchteten Jugendlichen kommt. Wer jedoch genauer hinblickte, stellte schnell fest, dass das Spiel am Mittwochnachmittag einen ganz besonderen Charakter hatte. 24 junge Menschen im Alter von 13 bis 18 Jahren spielten gegeneinander. Ein Schiedsrichter war weit und breit nicht zu sehen, denn alle Entscheidungen trafen die Spieler untereinander. „Integration kann nur funktionieren, wenn alle Beteiligten aufeinander Rücksicht nehmen und das friedliche Zusammenleben oder in unserem Fall das gemeinsame Spielen über allem steht“, erklärte Tobias Lobeda, Projektleiter und Lehrer am Bernhardinum. Ein Konzept, das hervorragend aufging.

    Zur zweiten Halbzeit wurden beide Mannschaften dann durchgemischt und legten nach einer kurzen Austauschphase ihre Aufstellungen selbstständig fest. Somit ließ sich zwar der Endstand schwer ermitteln, aber das war bei diesem Erlebnis auch zweitrangig. Nach der Partie sollten die Spieler in Kleingruppen ihre Eindrücke schildern. Dabei konnte man schnell feststellen, dass alle Anwesenden, zu denen auch viele Betreuer und Jugendliche der Clearing-Stelle ALMA gehörten, mit der Veranstaltung sehr zufrieden waren und alle die Bereitschaft äußerten, ein Spiel dieser Art gerne zu wiederholen. Der gemeinsame Besuch des Regionalligaspiels der 1. Männermannschaft des FSV Union Fürstenwalde rundete diese Begegnung ab. Das Communis-Projekt wird mit Hilfe des Fördervereins des Bernhardinum vom Bundesprogramm „Demokratie leben“, dem Bund der Deutschen Katholischen Jugend und der Organisation „CHILDREN Jugend hilft“ finanziert.

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