Starke Leistung wird belohnt

    Gestern fanden in Berlin die Nordostdeutschen Meisterschaften statt. Die sechs besten Teams aus drei Bundesländern (Berlin, Sachsen-Anhalt, Brandenburg) nahmen teil. Nur die besten zwei konnten das Ticket zur Deutschen Meisterschaft lösen. Als Brandenburger Landesmeister trat die U20 der TSGL Schöneiche an, mit dem Ziel, sich gegen die Landes- und Vizemeister aus drei Bundesländern durchzusetzen. Neben dem VC Angermünde der USC Magdeburg und VC Bitterfeld-Wolfen sowie der Berliner TSC und der SCC Berlin teil. Das Team um Trainer René Jerratsch bestand aus Spielern des Landesklasseteams sowie drei Spielern aus dem Bundesliga-Kader (Daniel Hähnert, Lennart Salabarria, Sebastian Grösch). Zwei Wochen vor diesem so wichtigen Spieltag traf das Team eine Hiobsbotschaft. Der Zuspieler, Lennart Salabarria, rutschte im Training weg und brach sich das Handgelenk. Nun ruhte die Last der zentralen Spielposition auf den Schultern von Ole Irrmisch und Max Lange. Das erste Spiel bestritt das Team gegen den VC Bitterfeld-Wolfen. Schnell konnten sich die Jungs einen Vorsprung von 9:2 erspielen. Der Gegner schien etwas überrannt und konnte auch im weiteren Satzverlauf nicht in sein Spiel finden. So endete dieser recht schnell mit 25:8. Das änderte sich in Durchgang zwei, das Team aus Sachsen-Anhalt kämpfte um jeden Punkt. Die Jungs der TSGL mussten nun auch einen Gang höher schalten. Konzentriert erspielten sie sich Punkt um Punkt. Das wurde mit dem ersten Sieg an diesem Tag belohnt. Die anfängliche Aufregung war vorbei und das entscheidende Halbfinale zum Greifen nah. Noch ein Sieg und sie würden den Gruppensieg für sich entscheiden. Doch auch das Team vom SCC wollte diesen erreichen. Der Gruppenerste spielt gegen den Zweiten der anderen Staffel, also den vermeintlich leichteren Gegner. Bereits im letzten Jahr traf das U20-Team der TSGL in der Vorrunde auf den Turnierfavoriten vom SCC. Von Beginn an entwickelte sich ein Schlagabtausch. Im Satzverlauf erarbeitete sich das Team um Trainer René Jerratsch einen drei-Punkte-Vorsprung, den sie bis zum Satzball halten konnten (24:20). Doch gaben sich die Jungs des SCC noch nicht geschlagen. Der Vorsprung verkürzte sich auf 24:22. Trainer René Jerratsch nahm eine Auszeit. Die Spannung in dieser Partie stieg. Nur noch ein Punkt seitens der Schöneicher und der Satz gehörte ihnen. Doch die Spieler des SCC behielten die Nerven und erspielten sich den 23. Punkt. Aufschlag SCC. Doch diesmal landete dieser im Aus. Die Enttäuschung über den Satzverlust merkte man den Jungs des SCC an. Im zweiten Durchgang erarbeiteten sich Schöneicher früh eine Führung und konnten diese bis zum Ende halten. Somit endete dieser Satz mit 25:21. Der Gruppensieg war erreicht und der Halbfinalgegner hieß USC Magdeburg. Das alles entscheidende Spiel stand bevor. Der Sieger qualifiziert sich direkt für die Deutschen Meisterschaften am 3./4. Juni in Unterhaching. Jetzt hieß es Nerven behalten. Von Beginn an setzte der TSGL seinen Gegner unter Druck. Doch auch der Landesmeister aus Sachsen-Anhalt erspielte sich seine Punkte mit guten Aktionen. Dennoch konnte sich das Team der TSGL am Ende über den Satzgewinn mit 25:22 freuen. Das Ziel vor Augen wollten die jungen Schöneicher auch diesen zweiten Durchgang für sich entscheiden. Doch schlichen sich kleine Fehler ein. Die Magdeburger nutzten jede Möglichkeit zu punkten. Beim Stand von 19:20 hatte die Partie noch ein offenes Ende, doch waren die Aufschläge von den Anhaltinern gut platziert und so gewannen sie Durchgang zwei mit 25:21. Der Tiebreak musste die Entscheidung bringen. Der Tiebreak begann und die Magdeburger starteten diesen so, wie sie den zweiten Satz beendet hatten und gingen 3:0 in Führung. Ein verschlagener Aufschlag brachte die TSGL wieder ins Spiel. Nur den Rückstand konnten sie nicht aufholen. Beim Stand von 5:8 wurden die Seiten gewechselt und der USC erkämpfte sich Punkt für Punkt. Der Rückstand wurde größer, doch gaben die jungen Schöneicher nicht auf. Pablo Schaller wurde bei 6:11 für den Aufschlag eingewechselt. Der Aufschlag glückte, der darauffolgende Angriff des USC wurde abgewehrt und der Ballwechsel mit einem krachenden Angriff seitens der TSGL beendet. So begann die Aufholjagd. Die Abwehr kratzte die Bälle vom Boden und der Block bildete nun eine Wand. Punkt um Punkt verkürzten sie den Rückstand auf 10:11. Die Partie war wieder offen. USC erspielte sich den ersten Satzball beim Stand von 13:14. Auch dieser wurde abgewehrt und die U20 glich zum 14:14 aus. Spannender konnte es nicht sein. Durch einen Fehler von Magdeburg hatten nun die Schöneicher Satzball. Dem Aufschlag von Daniel Hähnert folgte ein Angriff seitens des USC, der von Erik Witt geblockt wurde und von der Abwehr des USC direkt wieder zurück zu den Schöneichern gespielt wurde. Zuspieler Ole Irrmisch setzte Sebastian Grösch gekonnt in Szene, der seinen Angriff blockfrei im Feld des Gegners versenkte. Satz und Sieg TSGL Schöneiche. Das große Ziel war erreicht – die Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft. Obwohl das Spiel schon Endspielcharakter hatte, wartete noch das Finale gegen den Berliner TSC auf die Jungs der TSGL. Doch hier konnten sie befreit aufspielen. Mit guten Aktionen überraschten sie den Turnierfavoriten Zwar lagen sie in der Mitte des Satzes noch mit 9:15 hinten, holten zum Satzende jedoch auf und verloren knapp mit 23:25. Im zweiten Satz machten sich die Anstrengungen des Tages bemerkbar. Und so endete das Finale mit 13:25. Zu Recht lässt sich jedoch sagen, dass sich dieser zweite Platz wie der Titelgewinn anfühlt. Am Ende des Tages sah Trainer René Jerratsch nur in überglückliche und strahlende Gesichter.

    Es spielten: Daniel Hähnert (C), Sebastian Grösch, Ole Irrmisch, Max Lange, Noah Lachmund, Jonas Weitsch, Lukas Häring, Erik Witt, Tomek Groß, Cedric Mantel, Pablo Schaller, Max Franz

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