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    „Das ist der Tag eines Neubeginns und die Rückkehr zu den eigenen Wurzeln“, so Michael Buhrke, Finanzdezernent des Landkreises am Dienstag bei der Grundsteinlegung in Fürstenwalde. Er erinnerte daran, dass sich in frühen Jahren hier einstmals der Betriebshof der KWU befunden hat. Bis zur Grundsteinlegung war es ein langer Weg. Der Ausgangspunkt dafür, dass die Suche nach einem neuen Standort für die Verwaltung des KWU aufgenommen wurde, war der Umstand, dass das zurzeit genutzte Gebäude zwei nicht unerhebliche Nachteile hat: Zum einen dringt die Feuchtigkeit von oben sowie von unten in das Gebäude. Eine grundhafte Sanierung des Hauses in der Karl-Marx-Straße wäre ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor. Hätte man diesem Vorschub geleistet, dann wäre die Arbeit der KWU-Verwaltung im erheblichen Maße beeinträchtigt worden. Die Umsetzung der Barrierefreiheit wäre in dem Zuge relativ schwer machbar gewesen und bei solch einem sehr alten Gebäude dazu auch mit finanziellen Mehraufwendungen verbunden gewesen. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung aus dem Jahr 2013 führte daher zu dem Schluss, einen Neubau zu errichten. Damit warf sich dann die nächste Frage auf: Wo soll der neue Standort sein? Neben diesem Grundstück in der Frankfurter Straße stand noch das Grundstück der KWU in der James-Watt-Straße zur Disposition. Aus der Sicht des Dezernenten hätte das auch etwas für sich gehabt, die Verwaltung und den Betriebshof zusammen zu führen auf einen Standort. Allerdings, nach eingehender Prüfung der Situation und der Analyse, fiel dann doch die Wahl auf die Frankfurter Straße. Für diesen Standort sprach letztlich, dass sich das Grundstück im Eigentum des Landkreises befand, zudem liegt es ziemlich zentral und ist für die Bürger schnell erreichbar. Und es wird eine städtebauliche Lücke geschlossen. Etwas beunruhigt war man wohl des Umstandes wegen, dass sich das Bauvorhaben im historischen alten Stadtkern befindet. Dieses Grundstück musste auch zum Teil tief enttrümmert werden, um den Neubau richtig gründen zu können. Das ruft die Denkmalsschutzbehörde auf den Plan, denn jeder, der ein neues Haus baut, wird wissen, dass die Denkmalsschutzbehörde im Fall, dass sie Historisches findet, den Zeitplan des Baues unweigerlich zu Fall bringt. In diesem Fall war aber alles in Ordnung und der Bau liegt im Zeitplan. Dem Grundsatzbeschluss der Kreistagsabgeordneten ist hiermit zu danken, denn nach gründlichen Überlegungen und einer offenen Diskussion auf Augenhöhe wurde am 30. September 2015 dem Neubau zugestimmt. Am 16. April dieses Jahres begannen die Arbeiten. Neben Büroräumen für die Verwaltungsmitarbeiter, einem Beratungsraum sowie für die Nutzung des Eigenbetriebes notwendigen Lager wurden Archiv und Nebenräume geschaffen. Die Brutto-Grundfläche des Gebäudes beträgt ca. 1.600 qm, die Netto-Grundfläche ca. 1.300 qm und die Nutzfläche wird dann letztlich 1.000 qm groß sein. Parkmöglichkeiten für die Angestellten sowie Besucher werden in ausreichender Zahl geschaffen. Die Gesamtkosten des Landkreises für den Neubau liegen bei 3 Millionen Euro. Wenn es keine Verzögerungen gibt, wird man am 1. Januar 2018 dort einziehen.

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