Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke hat weitere Anstrengungen beim wirtschaftlichen Aufholprozess der ostdeutschen Länder angemahnt. Beim Ostdeutschen Wirtschaftsforum in Bad Saarow sagte Woidke: „Es ist im Sinne Gesamtdeutschlands, dass der Aufholprozess der ostdeutschen Bundesländer nicht unterbrochen wird. Mit der Einigung über die Neuordnung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen in der vergangenen Woche haben wir eine solide Grundlage geschaffen, um auch nach Auslaufen des Solidarpaktes 2019 gut weiterarbeiten zu können.“ Weiter sagte er: „Wir können mit Recht stolz auf das Erreichte sein. Im Vergleich der ostdeutschen Länder liegen wir in vielen wichtigen Bereichen an der Spitze. Mit 7,5 Prozent liegt die Arbeitslosenquote auf dem niedrigsten Stand seit 1990 – und erstmals sind weniger als 100.000 Brandenburgerinnen und Brandenburger arbeitslos. Im Wirtschaftswachstum liegen wir bundesweit auf Platz 3. Mit erfolgreichen Maßnahmen, wie den Regionalen Wachstumskernen und der Bildung von Clustern, stärkt die Landesregierung auch weiterhin gezielt die Stärken unseres Landes und treibt die Innovationsförderung im Land voran.“ Der Ministerpräsident weiter: „Klar ist aber auch: Es gibt immer noch deutliche Unterschiede zwischen Ost und West in der Wirtschaftskraft, in der Steuerkraft und anderen Bereichen. Es wird noch einige Jahre dauern, bis das strukturelle Ungleichgewicht annähernd ausgeglichen ist. Der Glaube, dass die Folgen von 40 Jahren Teilung unseres Landes innerhalb von 25 Jahren beseitigt werden können, ist ein Trugschluss. Deshalb bleibt es auch künftig wichtig, die Wirtschaftskraft in den neuen Bundesländern weiter zu stärken. Ein industrie-freundliches Investitionsklima ist dafür eine wichtige Voraussetzung.“

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