Verbesserung des mobilen Internetzugangs der Zukunft

    IHP-Team koordiniert EU-Projekt zur Entwicklung der 5. Generation von Mobilfunknetzen (5G)

     Riesige Datenvolumen über Mobilfunknetze schnell und unproblematisch verschicken – wie das bei der steigenden Masse an Bildern, Videos, Musik und Cloud-Inhalte von heute gehen kann, damit beschäftigt sich das IHP – Leibniz-Institut für innovative Mikroelektronik in Frankfurt (Oder). „Das Ziel innerhalb des EU-Projekts 5G-PICTURE ist es, ein adaptives integriertes Transportnetzwerk zu entwickeln. Dieses um-fasst Lichtwellenleiter und drahtlose Verbindungen, die in der Lage sind, sich an auftretende Änderungen dynamisch anzupassen“, erklärt Prof. Dr. Eckhard Grass, Koordinator des EU-Projektes und Teamleiter am IHP in der Abteilung System Design. Das Projektteam, das aus 19 europäischen Partnern besteht, verfolgt die Vision einer integrierten, erweiterbaren und offenen 5G-Infrastruktur, mit der es möglich wird, operative und End-to-End-User Leistungen sowohl für Informations- und Kommunikationsdienstleister, als auch für vertikale Industrien wie Automobilindustrie, Gesundheitswesen oder den öffentlichen Nahverkehr zu unterstützen. „Diese Netzwerkinfrastruktur basiert auf Glasfaserkabel mit neuartigen Übertragungsverfahren, sowie hochleistungs-fähigen drahtlosen Netzwerkkomponenten.”, ergänzt Dr. Jesús Gutiérrez Terán, Projektleiter in der Abteilung System Design am IHP.
    Die 5. Mobilfunkgeneration, kurz 5G, ist ein siginifikanter Fortschritt in punkto Datenrate verglichen mit bisherigen Geschwindigkeiten im Mobilfunknetz. Es ermöglicht Übertragungsraten von mehreren Gigabit pro Sekunde – das ist mehr als zehnmal schneller als die derzeit bestehende 4G-Technologie. Die Europäische Union fördert „5G-PICTURE“ mit rund acht Millionen Euro als Teil des Förderungsprogramms Horizon 2020. Das IHP erhält davon rund 600000 Euro. „Die gemeinsame Arbeit von Experten aus vielen verschiedenen europäischen Ländern beschleunigt nicht nur die Entwicklung der 5G-Technologie, sie wirkt sich auch vorteilhaft auf die Kooperationen innerhalb der Wissenschaft und auf die Zusammenarbeit mit der Industrie aus“, betont Prof. Dr. Eckhard Grass.

     

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