Am vergangenen Samstag öffnete die Aufbauschule in Fürstenwalde für drei Stunden ihre sonst verschlossenen Tore – und sorgte damit für einen großen Besucheransturm. Anlass dazu sind die bevorstehenden Sanierungsarbeiten. Die Schule soll in Zukunft eine Fachschule für Hotel und Tourismus beherbergen, in der die Fachkräfte für die Tourismusregionen ausgebildet werden. Die Kosten für die Sanierungen werden von Privatinvestoren finanziert und belaufen sich auf ca. 8,5 Millionen Euro. Die Sanierungsarbeiten sollen nächstes Jahr starten und 2019 fertig gestellt werden. Die Schule soll für 600 Studenten Platz bieten. Das Gelände eignet sich ideal für diesen Zweck. Denn es wird „eine Schule in einer Schule“ gebaut und die Räumlichkeiten können so genutzt werden, wie sie schon früher genutzt wurden. Eng wird die Schule mit der Europa-Universität Viadrina, mit der Fachhochschule Potsdam und mit der Hochschule für „Nachhaltige Entwicklung Eberswalde“ zusammen arbeiten. Auch internationale Kooperationen werden angestrebt, wie die Zusammenarbeit mit einer Partnerschule in Chicago. Historisch hat das Gelände schon einiges erlebt. 1920 wurde die Einrichtung fertig gestellt und bis 1923 als Lehrerseminar genutzt. 1923 zog die Staatliche Oberschule in das Gebäude ein. Bis 1945 blieb das Gebäude in schulischer Funktion erhalten. Nach 1945 wurde die Aufbauschule von der UdSSR und später von den Russen bis 1994 besetzt. Seit 1994 steht das Gebäude leer.

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