Personalräte begrüßen Besoldungsanhebung

Der Hauptpersonalrat Lehrkräfte beim Ministerium für Bildung, Jugend und Sport (HPR-MBJS) hat die vom Landtag beschlossene Besoldungsanhebung für Lehrkräfte im Land Brandenburg begrüßt.
In einer gemeinsamen Erklärung mit dem Ministerium würdigen Hausleitung und Personalräte die erreichten Verbesserungen. Der HPR mahnt eine Steigerung der Bezüge auch für weitere Besoldungsgruppen an. Der HPR-Vorsitzende Frank Kramer: „Wir haben gemeinsam mit dem Ministerium einen wichtigen Erfolg erzielt. Wir danken Minister Baaske ausdrücklich für seinen Einsatz. Die Besoldungserhöhung ist ein Zeichen der Achtung der Arbeit der von der Hebung erfassten Lehrkräfte im Land. Im Sinne des Betriebsfriedens müssen nun Verbesserungen der Besoldung und Vergütung für all jene Lehrkräfte folgen, die von der jetzigen Hebung nicht tangiert sind. Wir bitten den Minister, sich im Landtag dafür einzusetzen.“
Bildungsstaatssekretär Thomas Drescher: „Wir haben für einen großen Teil der Lehrkräfte im Land Brandenburg deutliche finanzielle Verbesserungen erreicht. Wir danken dem Hauptpersonalrat für sein konstruktives Mitwirken. Mit der Besoldungsanhebung würdigen wir die engagierte Arbeit unserer Lehrerinnen und Lehrer. Sie ist auch ein wichtiges Zeichen für neue Lehrkräfte: Es lohnt sich, an den Schulen des Landes Brandenburg zu arbeiten.“
Das am 29. Juni vom Landtag verabschiedete „Gesetz zur Anpassung der Besoldung und Versorgung und zur Änderung besoldungsrechtlicher Vorschriften 2017“ bringt für rund 6700 Lehrkräfte des Landes eine deutliche Erhöhung ihrer Bezüge.
Konkret sieht das neue Gesetz die Hebung der Eingangsämter für alle Lehrkräfte mit einer Lehramtsbefähigung für den Bereich der Sekundarstufe I (Sek. I) von A12 auf A13 vor, unabhängig von ihrem Einsatzort. Weiterhin werden alle Leitungsstellen an Grundschulen und alle Primarstufenleitungen an Oberschulen und Gesamtschulen angehoben. Durchschnittlich bedeutet das pro Lehrkraft rund 450 Euro brutto im Monat mehr.
In den vergangenen Jahren konnte das Bildungsministerium bereits zahlreiche Verbesserungen für die Lehrkräfte erreichen. So wurde ab dem Schuljahr 2014/15 die Pflichtstundenzahl für die Lehrkräfte an Grund- und Oberschulen und ab dem Schuljahr 2015/16 für die übrigen Lehrkräfte um jeweils eine Stunde abgesenkt.
Mit dem Schuljahr 2014/15 wurde Lehrkräften ab Vollendung des 60. Lebensjahres und nach Ableisten einer 35-jährigen Dienstzeit zudem eine weitere Altersermäßigungsstunde gewährt.
Zusätzlich wurden wegen der gestiegenen Zahl schulpflichtiger Flüchtlinge mit dem Nachtragshaushalt 2016 weitere 500 Planstellen geschaffen. Insgesamt wurden in der laufenden Legislatur Entscheidungen für zusätzlich rund 1.700 Stellen im Schulbereich getroffen. Ab dem Schuljahr 2017/18 wird sich mit der schrittweisen Einführung des Gemeinsamen Lernens die Ausstattung der Schulen weiter verbessern.

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