Weihnachtliche Traditionen – Bürger unserer Stadt Erkner verbinden diese Worte gewiss mit vielen persönlichen und individuellen Gepflogenheiten. Wenn es um die Ereignisse der Stadt zu dieser Zeit geht, ist es sicherlich das Lichterfest welches die Meisten der Erkneraner mit diesem Begriff eng verknüpfen. Es fing alles ganz klein an: Die Wohnungsgesellschaft schmückte die Häuser mit vielen Lichterketten und es kam die Idee auf, das Licht zum 1. Advent mit einer Zeremonie stilvoll einzuschalten. Es dauerte nicht lange und die Bäckerei Vetter steuerte alljährlich einen riesigen Stollen bei und bald fanden sich weitere Helfer, vor allem aus den Reihen der Gewerbetreibenden Erkners, die das Fest organisierten. Mit Übernahme des Festes durch die Mittelstandsvereinigung wurde es zu einer festen Institution in der Stadt. Federführend für die vielen gelungenen Feste war jederzeit Heike Busacker in unzähligen ehrenamtlichen Stunden. Diese teilte nun im Frühjahr ihren Rückzug aus dem Projekt Lichterfest des MSVE an. Der MSVE sieht sich nach Aussage ihrer Vorsitzenden Stefanie Richter nun leider nicht mehr in der Lage, das Fest als Organisator auszurichten. Das hätte im Grunde das Ende dieser geliebten Tradition bedeutet, hätten sich nicht am 9. September ein paar heimatverbundene Idealisten zusammengeschlossen und den Verein Lichterfest Erkner e.V. aus der Taufe gehoben. Diese setzen sich aus den unterschiedlichsten Bereichen unserer Stadt zusammen, Inhabern aus ansässigen Unternehmen, Wilfried Naumann, Thorsten Bürgerle, Rechtsanwalt Johannes Kattanek, Eventmanager Herrn Toni Weidl, sowie Bürgern der Stadt Erkner, Jacqueline Zenke, Elke Ahlebrandt und Henryk Pilz. Den Mitgliedern geht es nicht nur darum, der Organisation des Festes eine Verantwortung zu geben, sondern Traditionen zu bewahren. Licht beeinflusst die menschliche Kultur in mannigfaltiger Weise seit Jahrtausenden, es ist elementare Voraussetzung des Lebens, spendet Glück, Harmonie und Freude, verbindet mit tiefer Symbolik Atheisten und alle Religionen und setzt zudem Zeichen für Toleranz und Weltoffenheit. Dem fühlt sich der Verein verpflichtet. So hat sich der Verein zum Ziel gesetzt, das Lichterfest möglichst unkommerziell zu gestalten und die weihnachtlichen Bräuche der Region in den Vordergrund zu stellen. Die Mitglieder des Vereins wünschen sich Besinnung auf die Zeit, die Weihnachten eigentlich ausmacht: die Verbreitung wohligen Lichts, gemeinsam Zeit mit Familie und Freunden zu verbringen, nach Lust zu singen oder zu musizieren, also eher die einfachen schönen Dinge. Ein wichtiger Partner ist dabei auch der Heimatverein Erkner, als dessen Förderer sich der Verein versteht. Die Geschäftsführerin der Wohnungsgesellschaft Erkner mbH hat bereits ihre Freundschaft zum Verein erklärt, so dass ein erster wichtiger Sponsor bereits gewonnen werden konnte. Weitere interessante Zusagen und Anfragen liegen bereits vor. Natürlich sucht der junge Verein auch noch Mitstreiter und Sponsoren: Interessierte können sich gern unter lichterfest-erkner@gmx.de melden.

Henryk Pilz, Vorsitzender Lichterfest Erkner e.V.

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