Obstbauversuchsstation präsentierte ihr Wissen

Mit einem Festakt in der aus Mitteln der ländlichen Entwicklung zum Gemeindezentrum umgebauten Stadtpfarrkirche wurde am Dienstag an 90 Jahre Forschung in Müncheberg erinnert.

Die „Forschungsstadt Müncheberg“ – wie sie auch beworben wird – ist einer der wichtigen agrarwissenschaftlichen Standorte in Deutschland. Zum Brandenburger Agrar- und Umweltministerium gehört hier die Obstbauversuchsstation, die wiederum eine Außenstelle des Landesamts für Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft und Flurneuordnung (LELF) ist.

Die heutige Sortensammlung der Obstbauversuchsstation Müncheberg (1.000 Sorten auf 4.000 Einzelbäumen) baut auf der Sammlung des 1928 gegründeten Kaiser-Wilhelm-Instituts für Züchtungsforschung (heute: Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung – ZALF) auf. Die Obstbauversuchsstation Müncheberg ist Mitglied der Deutschen Genbank Obst.

Die Versuchsstation zeigte an ihrem Stand 20 Apfelsorten. Vorgestellt wurde eine Gedenkmünze, die in Zusammenarbeit mit der Stadt Müncheberg entstanden ist. Poster dokumentieren die Entwicklung und den Aufbau der Sortensammlung. Genressourcen sind das Archiv der Natur und damit Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft jeder landwirtschaftlich produzierenden Sparte.

Im Obstbau ergeben sich breitgefächerte Möglichkeiten der Nutzung, vornehmlich im Erwerbsobstbau in unterschiedlichen Landnutzungsformen, im landschaftsprägenden extensiven Anbau (Streuobstanbau, Wegbegleitpflanzungen) beziehungsweise in Siedler-, Haus- und Kleingärten oder auch in Spalieranlagen in Kunstgärten.

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