Landesamt für Soziales veröffentlicht Handbücher mit Arbeitshilfen

In der Pflege werden händeringend Fachkräfte gesucht. Umso wichtiger wird es für Pflegeeinrichtungen, ihren Beschäftigten gute Arbeitsbedingungen zu bieten und die vorhandenen Fach- und Hilfskräfte entsprechend ihrer Fähigkeiten und Kompetenzen so effektiv wie möglich einzusetzen.

Im Rahmen der Brandenburger Pflegeoffensive wurden in einem Modellprojekt von 2015 bis 2018 in sechs Pflegeeinrichtungen innovative Personaleinsatz- und Personalentwicklungskonzepte erprobt. Im Ergebnis hat das Landesamt für Soziales und Versorgung jetzt ein Handbuch für alle Pflegeeinrichtungen des Landes Brandenburg erstellt. In sieben Heften werden unterschiedliche Themen zum besseren Personaleinsatz und zur Personalentwicklung behandelt und praktische Arbeitshilfen angeboten.

Die Anzahl der pflegebedürftigen Menschen nimmt weiter zu. Damit steigt auch der Fachkräftebedarf in der Pflege. In den vergangenen Jahren haben sich erfreulicherweise immer mehr Menschen für einen Pflegeberuf entschieden. Dennoch müssen wir bei der Fachkräftesicherung in der Pflege neue Wege gehen.

Ein wichtiger Aspekt ist in diesem Zusammenhang die Beschäftigten sinnvoll und entsprechend ihrer Qualifizierung möglichst effizient einzusetzen. So kann zugleich die Attraktivität der Pflegeberufe erhöht und auch die Pflegequalität verbessert werden. Unser Modellprojekt zeigt, dass man zum Beispiel Pflegefachkräfte von gewissen Routineaufgaben entlasten kann, damit sie mehr Zeit für die tatsächliche Pflege haben. Ich ermutige alle Pflegeeinrichtungen, die Arbeitshilfen auszuprobieren, so Susanna Karawanskij.

Träger des Modellprojektes waren die BTU Cottbus-Senftenberg und das Institut für Pflege- und Gesundheitswissenschaft Berlin. Die Arbeit wurde vom Sozialministerium mit insgesamt 288.400 Euro aus Landesmitteln unterstützt. Begleitet wurde das Projekt vom Landesamt für Soziales und Versorgung. In Brandenburg leben über 132.400 pflegebedürftige Menschen. 82 Prozent aller Pflegebedürftigen werden in Brandenburg in der eigenen Häuslichkeit entweder von Angehörigen oder von ambulanten Pflegediensten betreut.

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Die Anzahl der Beschäftigten in der Altenpflege steigt deutlich: Waren im Jahr 2011 im Land Brandenburg insgesamt 28.885 Menschen in ambulanten Pflegediensten und stationären Einrichtungen beschäftigt, waren es im Jahr 2017 insgesamt 37.388 Beschäftigte. Das ist ein Zuwachs von 30 Prozent. Sollte die Anzahl der Pflegebedürftigen unverändert weiter steigen, müsste die Anzahl der Beschäftigten bei gleichbleibenden Versorgungsstrukturen in Brandenburg bis zum Jahr 2040 auf insgesamt 57.880 steigen.

Das Handbuch kann auf der Internetseite des Landesamts für Soziales und Versorgung als PDF heruntergeladen werden: https://lasv.brandenburg.de/cms/detail.php/bb1.c.621753.de

Pflegeeinrichtungen erhalten die Arbeitshilfe auch als gedruckte Broschüre.

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