Netzwerkarbeit im Kinderschutz

Kinder haben das Recht, gewaltfrei aufzuwachsen. Kinderschutz braucht eine auf das Kindeswohl gerichtete, enge Zusammenarbeit der verschiedenen Professionen und Fachdisziplinen. Fachleute aus den Bereichen Kita, Schule, Sport, Gesundheit und Justiz haben sich auf Einladung von Jugendministerin Britta Ernst im Potsdamer Bürgerhaus am Schlaatz intensiv über das Thema „reaktiver Kinderschutz“ ausgetauscht.

In dem Fachkräfte-Workshop ging es vorrangig um Fragen, wie Fällen von Kindeswohlgefährdung effektiv begegnet werden kann. Ziel der Veranstaltung war es, den Dialog zwischen den verschiedenen Partnern der Netzwerke und Kooperationen zu führen, die Herausforderungen zu benennen und nach Lösungsstrategien zu suchen. Entscheidend für eine wirksame Intervention und Hilfe ist die wertschätzende Zusammenarbeit der unterschiedlichen Stellen und Fachkräfte vor Ort. Der Erfolg hängt maßgeblich davon ab, dass verbindliche Absprachen und Kooperationen zwischen den Systemen eingehalten werden. Damit dies kontinuierlich geleistet werden kann, ist ein Dialog zum Wissenstransfer und Wissenssicherung notwendig.

Im Rahmen der Zusammenarbeit im Kinderschutz bestehen in den Landkreise und kreisfreien Städten gute Kooperationen und Vereinbarungen zum Umgang mit Kindeswohlgefährdungen. Daran sind zahlreiche Berufsgruppen und Institutionen beteiligt, wie beispielsweise Kita-Leitungen, Erzieherinnen und Erzieher, Schulleitungen und Lehrkräfte, Polizei, Fachleute aus den Jugendämtern sowie aus den Bereichen Sport oder Gesundheit sowie die Trägern der freien Jugendhilfe. In der praktischen Umsetzung der Kooperation aller am Kinderschutz Beteiligten  müssen folgende Frage immer wieder neu beantwortet werden: Wie gestalten sich die Schnittstellen in der Kooperation der beteiligten Akteure im Falle einer Kindswohlgefährdung? Welche Unsicherheiten oder Störungen zeigen sich? Was bedarf es, um die Ergebnisqualität im Kinderschutz in den Kooperationen zu stärken und auszubauen?

Es kam zu einer regen Diskussion und die Teilnehmer  begrüßten den intensiven Austausch der Fachbereiche und sprachen sich für eine bessere Vernetzung der Regionen aus. Es wurden in diesem Zusammenhang viele Vorschläge gemacht, die nun im Ministerium ausgewertet werden.

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