Persönliche Eindrücke in einem digitalen Logbuch festhalten

Das neu gegründete Forschungszentrum Nachhaltigkeit – Transformation – Transfer der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde lädt Bürger/innen ab sofort ein, sich an einem bundesweiten digitalen Logbuch zu beteiligen.

Das Ziel:
Eine Sammlung und Dokumentation von Veränderungen in Zeiten der Corona-Pandemie. Wie erleben Menschen derzeit die sozialen Umbrüche in ihrem Alltag? Was bewegt die Gesellschaft insgesamt und wie reagiert sie auf Veränderungen? 

„Wir erleben eine umfassende Veränderung oder Aussetzung etablierter Routinen, Entscheidungsmuster und die Entwicklung neuer sozialer und ökonomischer Praktiken. Diese zu beobachtenden gesellschaftlichen Anpassungsreaktionen können als Beispiel für die Beobachtung von Teilbereichen eines in seinem Umfang unklaren Transformationsprozesses interpretiert werden“, erklärt Prof. Dr. Benjamin Nölting, der das Citizen-Science-Projekt leitet.

Es ist der erste Versuch eines HNEE-Forscher -Teams, auf diese Weise einen gesellschaftlichen Wandel zu dokumentieren. Aus den Logbuch-Einträgen will man Rückschlüsse zum gesellschaftlichen Wandel jenseits dieser Extremsituation ziehen. „Davon versprechen wir uns Erkenntnisse, wie diese Erfahrungen und Lernpotenziale für eine Nachhaltigkeitstransformation genutzt werden könnten“, sagt Benjamin Nölting.

Die Methode, hierfür eine Art Tagebuch zu nutzen, ist in der Nachhaltigkeitsforschung und begleitend zu aktuell stattfindenden Veränderungsprozessen etwas Besonderes. Teilnehmer finden eine attraktive Plattform vor, die einfach zu bedienen ist. Lediglich das Datum des Eintrages muss hinterlegt werden, dann erreicht der/die Bürger in sieben Themenfelder. Diese sind wie in einer Umfrage gegliedert und beschäftigen sich mit alltäglichen Kernbereichen wie Mobilität, Familie, Versorgung, Arbeit, Betreuung und Kommunikation.

Anschließend wird eine persönliche Einschätzung der Gesamtsituation sowie allgemeine Beschreibungen zur Person (Altersgruppe, Geschlecht, Beschäftigungsverhältnis) abgefragt. Wer möchte kann sich auch für einen Erinnerungsservice eintragen, um an weitere Einträge ins Logbuch erinnert zu werden. Seitens der Forscherinnen und Forscher wäre ein Beitrag pro Woche ideal. „Nur mit regelmäßigen Logbuch-Einträgen können wir das Ziel erreichen, diese besondere Zeit der Veränderungen möglichst vielfältig zu dokumentieren“, fügt Dr. Bettina König, Mitarbeiterin im HNEE-Projekt, hinzu.

Wie kann man mitmachen?
Das „Logbuch der Veränderungen“ ist ab sofort online zugänglich. Bis zum 24. Mai können Bürgerinnen und Bürger pseudonymisiert mitmachen. Rückschlüsse auf den/die Absender können nicht getroffen werden: www.logbuch-der-veraenderungen.org

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