Schüler sind Teil eines wissenschaftlichen Forschungsprojekts

    Der Bürgermeister der Stadt Fürstenwalde hat sich für ein neues Format des Zusammentreffens mit der Presselandschaft entschieden. Die Idee ist nicht neu, aber durchaus wirkungsvoll. Am Mittwoch war Premiere, dazu traf man sich am Rahn Education Campus am Spreebogen. Die 7. Klassen der Freien Oberschule waren zu diesem Zeitpunkt damit beschäftigt, ihr Wissen um das Thema Ökologie-Wald zu vertiefen. Zurzeit geht ja das Thema Klima- und Umweltschutz durch die Decke, alle wollen etwas dafür tun. So haben die Schüler unmittelbar vor ihrer Schule das beste Baum-Areal auf dem Goetheplatz zu ihrer Verfügung. Aufgabe an diesem Tag war, die Raupen-ähnlichen Dummys, die aus einem Draht, umwickelt mit Knete, bestanden, auszusetzen ins Blätterwerk der Eichen und dafür andere wieder einzusammeln. Herausfinden möchte man mit dieser Aktion, welche Tiere im Einzelnen dafür sorgen, dass die Schädlinge gefressen werden und was getan werden müsste, um sie bei dieser wichtigen Tätigkeit zu unterstützen.

    Experten werden sich dann im weiteren Verlauf die Dummys genau anschauen und hoffentlich erkennen, welches Insekt oder welcher Vogel seine Spuren auf dem Dummy hinterlassen hat. Zu wenige Raubinsekten, zu wenige Singvögel oder umgedreht – in jedem Falle werden dann Maßnahmen ergriffen, die helfen sollen, mehr nützliche Insekten und Vögel anzusiedeln. Für Insekten kämen da beispielsweise Insektenhotels in Frage, die in unmittelbarer Nähe aufgestellt werden könnten, damit das ökologische Gleichgewicht wiederhergestellt werden kann und die chemische Keule weiter nur im Akutfall, wenn überhaupt, zum Einsatz kommt. Schulleiter Philipp Schittek findet, dass jenseits des Lehrbuches in der freien Natur zu forschen, eine gute Bildungsidee für die Schüler ist. Hier wird ihr Wissen im Umgang mit Umwelt und Artschutz noch einmal bewusst geschärft und die Schüler lernen, wie sie ihren Beitrag dazu leisten können. Fürstenwaldes Bürgermeister Matthias Rudolph könnte sich gut vorstellen, dass eine Zusammenarbeit bei diesem doch speziellen Anliegen durchaus möglich und machbar wäre – wenn die Schüler und Experten herausgefunden haben, wie man den Schädlingen auf ökologischer Basis beikommen kann. Denn die Stadt Fürstenwalde verfüge über einen großen Anteil an Waldflächen und habe ebenfalls Probleme mit Schadinsekten.

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