Teilnahme an der Sonderstudie erfolgt onlinebasiert und freiwillig

Wie wirkt sich die Corona-Pandemie auf Ihre Zukunftserwartungen, Werte und Einstellungen aus? Wie haben Sie den Distanzunterricht wahrgenommen? Und welchen konkreten Unterstützungsbedarf haben Sie? Das sind einige Fragen der Sonderstudie „Jugend in Brandenburg 2020 − Corona“ des Instituts für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V. an der Universität Potsdam, die sich an rund 180.000 Schülerinnen und Schüler an den 485 weiterführenden Schulen Brandenburgs richtet. Die Befragung hat bereits Mitte September begonnen. Mittlerweile haben sich rund 16.000 Schüler daran schon beteiligt. Damit alle Schüler bzw. Auszubildenden noch die Chance zur Teilnahme haben, wurde der Befragungszeitraum bis zum 10. Dezember verlängert. Die Teilnahme an der Sonderstudie erfolgt onlinebasiert und freiwillig. Sie soll in der Freizeit der Jugendlichen stattfinden. Der Zugang erfolgt über einmalig nutzbare Codes, die über die Schulen verteilt werden. Es kann nicht zurückverfolgt werden, welche Jugendlichen welchen Code erhalten haben.

Die Ergebnisse der Sonderstudie sollen Mitte Januar 2021 vorliegen. Danach sollen alle Schulen, deren Schüler bzw. Auszubildenden sich an der Studie beteiligt haben, einen zusammengefassten Überblick über ihre Befragungsergebnisse erhalten, um zielgerichtet auf die Unterstützungsbedarfe vor Ort reagieren zu können. Eine gesonderte zusammenfassende Auswertung erhalten zudem die Landkreise und kreisfreien Städte für die Schulen in den jeweiligen territorialen Zuständigkeitsbereichen. Der Aufruf wird auch vom Landesrat der Schülerinnen und Schüler unterstützt. Die Sprecherin des Landesrates, Nele Dreizehner: „Beteiligt Euch, das ist in unserem Interesse! Wir wurden in den letzten Monaten oft nicht so gehört, wie gewünscht. Entscheidungen mussten sehr schnell getroffen werden und die betroffenen Schülerinnen und Schüler hatten oft nicht die Möglichkeit, ihre Sicht der Dinge und ihre Erwartungen einzubringen. Ich gehe davon aus, dass das mit den Ergebnissen der Studie anders wird.“

Das Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V. führt die Zeitreihenstudie „Jugend in Brandenburg“ seit 1991 durch. Neben den turnusgemäßen Erhebungen – die 9. Studie im Rahmen der Zeitreihe ist für Ende 2021/22 geplant – werden Sondererhebungen durchgeführt. Der für die Sonderstudie eingesetzte Fragebogen enthält weiterentwickelte Elemente, u.a. zur Lebenssituation, zu Wertvorstellungen, zum Freizeitverhalten und zur Mediennutzung. Ergänzend dazu werden neue Corona-spezifische Themenbereiche wie Erfahrungen mit dem Distanzunterricht sowie Einstellungen zu Maßnahmen der Pandemiebekämpfung erfasst. Bei der Entwicklung des Fragebogens sind Vertreter des Landesrats der Schüler, des Landeselternrats, des Landesjugendrings sowie des Landes-, Kinder- und Jugendausschusses einbezogen worden.

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