Super Leistungen unter erschwerten Bedingungen

Absolventen haben zwei Jahre den Entbehrungen getrotzt

Der Rahn Education Campus am Spreebogen verabschiedete erst kürzlich seine Absolventen der Freien Fachoberschule. Nun haben sie in ihren Fachrichtungen Sozialwesen, Technik sowie Wirtschaft und Verwaltung ihre Fachschulreife erlangt und können ihren weiteren Bildungsweg verfolgen. Traditionell finden die Feierlichkeiten immer im Theater am See in Bad Saarow statt. Zu Beginn wurden die Absolventen mit einer ausgesuchten Musik in Reih‘ und Glied durch den Saal, vorbei an ihren Familien und Freunden, zu ihren Plätzen geleitet, was in stilvoller Ruhe, Respekt und Höflichkeit geschieht. Der Campusleiter des Rahn Education Campus am Spreebogen, Philipp Schittek, übernahm die einleitenden Worte. Er erinnerte sich doch gleich an die Abschlussfeier der 10. Klasse, bevor die heute Jungerwachsenen den Schritt in die Fachoberschule wagten, und ließ die Pandemie und ihre Tücken, mit Zuschaltung in den Deutschunterricht und dem damit einhergehenden Funksignal, noch einmal Revue passieren, was sogleich mit einem frechen Lachen durch die Absolventen quittiert wurde. Aber die Ernsthaftigkeit blieb dabei nicht auf der Strecke, denn das Leben ist leider nicht immer ein Zuckerschlecken. Philipp Schittek erinnerte an den Respekt, der in manchen Stunden oft eine Diskussionsrunde nach sich zog und man hoffte, bei den Schülern auch damit einen bleibenden Eindruck im Umgang miteinander hinterlassen zu haben. Darüber hinaus würde man es schön finden, wenn man sich nicht aus den Augen verliert. Die Schüler von einst wären immer willkommen. Die Schulleiterin der Fachoberschule, Denise Piur, ist derzeit besonders gefragt und hält an der Schule am Goetheplatz die Zügel fest in der Hand. Dies hängt mit dem Campusleiter zusammen, der derzeit die Geschicke der freien Grundschule leitet und auch dort ein hohes Maß an Qualitätsunterricht und Management initiiert. Auch Denise Piur ließ den Schulalltag während der Pandemie Revue passieren und blickte zurück auf die letzten beiden Jahre, mit all den Entbehrungen auf beiden Seiten, das ins Auge fassen der Klassen via Stream. Und doch wurde alles in Bewegung gesetzt, um mit den modernsten Mitteln das Lernpensum trotz allen Widrigkeiten zu schaffen. Das mache sie glücklich und stolz zugleich, dem Jahrgang 20/22 trotz dieser Pandemie etwas beigebracht zu haben. Sie hat die Schüler sensibilisiert, sich mit Themen auseinanderzusetzen, die auch heute wie in der Vergangenheit eine Rolle spielen. Der Frieden in der Welt ist brüchig, sie nahm dazu eine Friedensrede, die einst Astrid Lindgren vor 45 Jahren gehalten hatte und die so aktuell ist, dass sie in die neue Zeit passt, zur Hand und rief sie in das Gedächtnis der Absolventen. Zusammengefasst geht es um Frieden und Toleranz, um Ängste, die geschürt werden, um damit andere unter Druck zu setzen. Statt Angst zu haben, sollte man sich gegen die Ohnmacht stellen und besonnen reagieren. „Ihr, die Absolventen, ihr seid die kommende Generation, die das hier gelehrt bekommen habt und es auch gelebt habt, also lebt es weiter und macht uns Ehre, in dem, was ihr zukünftig tut“, so Denise Piur abschließend unter großem Applaus. Ihr folgten dann die Reden der Schülersprecher und der Klassenleiter Stefan Schlupp und Peter Mathiebe mit anschließender Zeugnisübergabe. Und im Anschluss folgte der Sektempfang und ein Foto mit großer Symbolwirkung.

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