Freie Grundschule Fürstenwalde begrüßt ihre ABC-Schützen

Die Auswirkungen der Pandemie und die damit verbundenen Vorstellungen und Vorgaben, wie gesellschaftliches Zusammentreffen letztlich gehändelt werden muss, verlangen viel Fingerspitzengefühl bei der Realisierung. Ein stimmiges Hygienekonzept muss geschrieben und eingereicht werden, in der Hoffnung, dass alles seine Richtigkeit hat. Wenn es dann grünes Licht gibt, ist die Erleichterung erst einmal groß. Nun geht die Organisation in die entscheidende Phase. Die Freie Grundschule des Rahn Education Campus am Spreebogen zelebriert ihre Einschulung nicht wie üblich am Samstag, sondern traditionell am Sonntag. Ja, es hätte dabei wohl zuerst Bedenken der Eltern gegeben, so die Schulleiterin Sabine Thinius, aber es hätte sich auch schnell gezeigt, dass die Einschulung an einem Sonntag diesem einmaligen Ereignis noch eine weitere, ganz besondere Note verleiht. Das Theater am See in Bad Saarow ist dabei von jeher ein verlässlicher Partner, der immer bestrebt ist, sein Bestes zu geben.

Das Konzept sah vor, dass die beiden Klassen jeweils eine Stunde in dem großen Saal sein würden. Bei diesen Temperaturen war das eine gute und bewusste Entscheidung. Um den Saal betreten zu können, war nicht nur der „Schnuffi“ Pflicht, sondern auch eine Anwesenheitsliste für die schon im Vorhinein angemeldeten Gäste. Die Kinder saßen ganz vorn in einer Reihe nebeneinander, auf der Bühne waren derweil schon die Schultüten aufgestellt, und die Eltern saßen gemeinsam, aber in Abständen zu den anderen Eltern, im gesamten Saal. Beim Verlassen wurden alle durch die zuvor festgelegten, verschiedenen Ein- und Ausgänge ins Freie geleitet. Bei dem umfangreichen Unterfangen hatte so mancher ein Schmunzeln im Gesicht. Den ABC-Schützen gefiel es und sie waren auch so süß angezogen – die Mädchen stolz mit Kleid und die Jungs standen ihnen natürlich in nichts nach. Kulturell hatte die Freie Grundschule sich an Marcel Schnieber & den Tanzkreis gewandt, die mit ihren tollen Choreografien den Tag besonders unterstrichen.

Schulleiterin Sabine Thinius begrüßte die Kinder und Eltern auf das Herzlichste und ging auf das bevorstehende Schuljahr ein, das mit allerlei neuen Regeln gespickt sein wird: „Die Grundschule ist in allererster Linie ein Lernort, aber auch ein Ort der Freude und der kindlichen Leichtigkeit. Es wird viel gesungen und musiziert und in der vierten Klasse gibt es dann auch Tanzunterricht“, ließ die Schulleiterin verlauten. Sie nahm die Kinder in ihrer Rede mit auf und fragte schon mal, was man denn so in einer Schule alles mache. Das kam gut an, vor allem die Antworten der Kids sorgten für so manchen Lacher. Vorgestellt wurden auch die beiden Klassenleiterinnen der 1a & 1b, die dann im weiteren Verlauf die Übergabe der Schultüten an ihre Zöglinge übernahmen. Bewusst wurden immer nur vier auf die Bühne gebeten, wegen der Corona-Regelungen, und selbstverständlich trugen die Klassenleiterinnen dabei Masken. Im Anschluss ging es dann zum Fotoshooting, was im Saal, Während der Rede von Philipp Schittek, Leiter des Rahn Education Campus am Spreebogen, auch deutlich zu hören war und dem Vernehmen nach gut ankam. Er bezog sich auf das gemeinsame Durchschreiten der Schuljahre. Im besten Falle können das Kind und die Eltern sich zu gegebener Zeit entscheiden, hier zu verweilen. Möglichkeiten für den weiteren qualitativ hochwertigen Bildungsweg gäbe es im Verbund der Rahnschulen genug. Er verwies an die Vernunft der Eltern, sich an die Vorgaben des Miteinanders in der Corona-Zeit zu halten. Darüber hinaus haben die Eltern, wenn Fragen auftreten sollten, die Möglichkeit, diese per Mail an den jeweiligen Lehrer oder Verantwortlichen zu richten. Und sollte ein Kind sich doch mit dem Virus infizieren, besteht die Möglichkeit, im Homeschooling-Verfahren dem Lehrstoff weiter zu folgen.

Sabine Thinius gab noch Tipps für den ersten Schultag, z.B. dass die Pünktlichkeit hoch bewertet wird und dass die Eltern daran denken mögen, die Sportkleidung, das Unterrichtsmaterial und ähnliches mit dem Namen des Kindes zu versehen. „Aus Erfahrung weiß ich“, sagte sie, „dass die erste Woche des Schulalltages recht turbulent werden wird, bis sich die Kinder daran gewöhnt haben.“


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