Am letzten Freitag erhielten 13 Beschäftigte der Christophorus Werkstätten im festlichen Rahmen des Fürstenwalder Doms nach erfolgreicher Berufsausbildung ihre Abschluss-Zertifikate. Für die Auszubildenden war dieser feierliche Moment etwas ganz Besonderes, was sicher viele von uns nachvollziehen können, weil sie solch einen feierlichen Moment des Berufsabschlusses schon selbst erlebt haben. Die Trommelgruppe „Bamba“ der Samariteranstalten eröffnete musikalisch diesen besonderen Tag. Frank-Michael Würdisch, Werkstattleiter der Christophorus Werkstätten in Fürstenwalde, sprach in seiner Rede vom besonderen Respekt vor dem Menschen: „Drei Jahre berufliche Ausbildung waren für Sie, liebe Absolventen, eine Zeit der Orientierung, des Lernens und der Arbeit. Es gab sicherlich auch schwierige Momente der Herausforderungen des Bildungsalltages, die Sie meistern mussten. Dazu kam frühes Aufstehen, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, soziales Miteinander, Akzeptanz und Respekt. Logisch, dass junge Erwachsene mit viel Unterstützung in die normalen Arbeitsprozesse des allgemeinen Arbeitsmarktes integriert werden wollen und das Ankommen in einer Werkstatt mit Menschen mit Behinderung zunächst als ganz persönliches Scheitern empfinden. Innerhalb Ihrer Ausbildung gab es drei Monate der Orientierung, welche Fähigkeiten jeder einzelne hat. Danach wird man dann eingestuft. Die Qualifizierungsmöglichkeiten hier in den Christophorus Werkstätten sind so ebenso vielfältig wie verschieden – wie die Menschen, die hier gerade qualifiziert werden – und sind in 14 Berufsfelder untergliedert. Auf das Erreichte können Sie stolz sein!“ Die Sozialassistenten der  Korczak-Schule  im 2. Ausbildungsjahr sind musikalisch gern unterwegs, Pfarrer Stefan Felmy sorgte für die richtige Stimmlage mit ausgesuchten Liedern. Die Korczak-Schule wird im Übrigen am 3. Dezember ihren Tag der offenen Tür zelebrieren, zu dem alle ganz herzlich eingeladen sind. Im weiteren Verlauf der Festveranstaltung kam auch Fürstenwaldes Bürgermeister Hans-Ulrich Hengst zu Wort. Eingangs sprach er der Trommelgruppe Bamba seinen Respekt aus und fand es eine gute Idee, wenn diese jeden Montag ins Rathaus kämen, um die neue Woche einzutrommeln. Unter dem lauten Jubel der Mitglieder wurde signalisiert, dass dem nichts entgegenstehen würde. Es sei für ihn ein „Muss“ gewesen, bei dieser Feierstunde dabei zu sein, den Auszubildenden seine Wertschätzung für die geleistete Arbeit zu erweisen. Er erinnerte an die Aufgabe der Absolventen, das Erlernte voller Respekt in die Tat umzusetzen, natürlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Die Unterstützung in der Lehrausbildung sei sehr umfangreich gewesen, auf diesem Wege wolle er sich im Namen der Stadt Fürstenwalde für das Engagement der Christophorus Werkstätten bei allen Verantwortlichen bedanken, die es ermöglicht haben, dieser Ausbildung zum Erfolg zu verhelfen. „Einer allein ist nichts, nur in der Gruppe sind wir stark. Nur wenn wir zusammenhalten, können wir unser Ziel erreichen. Das gilt auch für die Arbeit. Darum wünschen wir Ihnen den notwendigen Halt in der Gruppe und die Unterstützung der Familien, um die Voraussetzungen in den Werkstätten zu meistern“, so Bürgermeister Hengst abschließend.

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