Tradition verpflichtet – und so fand am letzten Freitag am Forsthaus Beerenbusch die alljährlich Baumpflanzaktion des Stadtverbandes der CDU Fürstenwalde statt. In diesem Jahr ist es die Fichte, die im Mittelpunkt steht. Gemeinsam wurden die Pflanzlöcher ausgehoben und die jungen Zöglinge gepflanzt und ausreichend bewässert. Denn ein Exemplar des jeweiligen Baums des Jahres wird in einer Reihe an den dafür vorgesehenen Waldweg zur Besichtigung gepflanzt und die restlichen 100  Bäumchen auf ein vorbereites Stück im hinteren Bereich des angrenzenden Waldes. Dem folgte in gemütlicher Runde und mit interessanten Gesprächen der Abschluss der Veranstaltung. Die deutsche Geschichte der Neuzeit ist mit kaum einem Baum so stark verbunden wie mit der Fichte. Sie half während der Holznot des 18. und 19. Jahrhunderts und war auch nach den Reparationseinschlägen im 20. Jahrhundert unersetzlich. Kein Wunder, ist sie mit ihrem graden Wuchs und raschen Wachstum auch als „Brotbaum der Holzindustrie“ bekannt.  Die so entstandenen Monokulturen waren jedoch anfällig für Sturm und Forstschädlinge. Aufgrund der ökologischen Folgen wird die Rolle der Fichte in der Holzwirtschaft heute auch kritisch diskutiert. In Zukunft wird der Klimawandel den Druck auf die Fichtenbestände erhöhen: Sind sie auch bei den Nährstoffen anspruchslos, brauchen sie doch ausreichend Niederschläge, um zu gedeihen.

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