Token-System, Magic Hands & Schnuppertag

Die Informationsrunden der Erich Kästner Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“ in Fürstenwalde sind immer mit einer Vielzahl von interessanten Neuigkeiten verbunden. Die ruhige und zugleich offene Atmosphäre während der Gespräche prägt auch den Alltag der schulischen Herausforderungen, mit denen das Lehrerkollegium konfrontiert wird. Schulleiterin Petra Schumann hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Schule noch weiter zu öffnen und einen Blick hinter die Kulissen zuzulassen. Das wird sich am 22. November, von 10 bis 12 Uhr zum „Schnuppertag“ widerspiegeln. Gemeinsam will man erreichen, dass sich Eltern, die sich in diesem Bereich nach einer geeigneten Schule umschauen, die Zeit nehmen und sich einen persönlichen Eindruck von den Lehrmethoden und dem Leistungsspektrum der Schule verschaffen.

In der Runde wurde unter anderem auch die Schülerfirma „Magic Hands“ vorgestellt, wobei diese auch schon einen wesentlichen Anteil zu dieser Informationsrunde getragen hatte, denn die „Magic Hands“ waren für die Vorbereitung des Pressefrühstücks verantwortlich und hatten sich viel Mühe gegeben bei der Dekoration und Zusammenstellung des Frühstücks. Darüber hinaus war die neue Schulelternsprecherin Jana Pürschel mit dabei, die erst kürzlich – zum Schuljahresbeginn – gewählt wurde. Für sie ist diese Funktion noch Neuland, sie ist der Schule durch ihr Kind schon seit Längerem verbunden und weiß natürlich um die Wichtigkeit der Erich Kästner Schule mit dem sonderpädagogischen Förderschwerpunkt „Lernen“. Mit dabei war auch Kornelia Neumann als Mitglied der Schulkonferenz. Auch sie ist der Schule durch ihre Kinder verbunden und teilte den Anwesenden ihre Erfahrungen mit. Es ist immer etwas anderes, wenn Eltern aus eigenen Erlebnissen berichten können, denn diese Erfahren sind sehr authentisch. David und Sophie, die Schülersprecher der Schule, waren ebenfalls mit dabei. Für sie war es am wohl am aufregendsten, weil sie im Mittelpunkt standen und auf viele Fragen Auskunft geben konnten. Dass sie alles so toll gemeistert haben, brachte ihnen großen Respekt von allen Anwesenden ein. Petra Schumann nahm das zum Anlass, auf das pädagogische Token-System hinzuweisen. Dieses System ist ein Verfahren der Verhaltenstherapie, das auf Prinzipien der operanten Konditionierung beruht. Ziel ist der Aufbau erwünschten Verhaltens durch Verwendung von Anreizen. Gelegentlich wird es auch als Belohnungsplan verstanden. Um zu verstehen, wie es funktioniert, bekamen wir die Gelegenheit, einzelne Klassenstufen zu besuchen. Es war sehr interessant, einmal einen kurzen Einblick in den Unterricht der Kästner Schule zu bekommen. Den Kindern schien das nicht auszumachen, ganz im Gegenteil, bei den Erläuterungen der Lehrer mischten sie sich aktiv ein. Jede Klasse hat bestimmte Regeln und an diese müssen sich die Kinder halten, dafür werden sie belohnt – entweder mit Murmeln, Klammern oder Chips. Wie viele es dann sein müssen, um beispielsweise an einem Kinonachmittag oder Kochen mit der Schulleiterin teilnehmen zu dürfen, bleibt der Lehrerin überlassen. Fakt ist: Jedes Kind hat eine Chance dabei zu sein. Das neue Schuljahr hat wieder einen Leitgedanken bekommen: „Gewaltfrei – Wir sind dabei!“ Die inhaltliche Umsetzung erfolgt während des Unterrichts. Am 17. November nimmt die Schule an dem bundesweit stattfinden Vorlesetag teil. Und die Adventszeit hält dann auch noch verschiedene Aktivitäten bereit, wie zum Beispiel „Hochsprung mit Musik“, den Projekttag „Advent“ und für die 10. Klassen wird  innerhalb des GW-Unterrichts das Projekt „Stolpersteine“ durchgeführt.

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