Ein Algensaft deckt täglichen Vitamin-B12-Bedarf

    HNEE-Student Valentin Kunze entwickelt zusammen mit der Mosterei Ketzür Brandenburg neues Getränk, das weltweit einzigartig ist. Während seines Praxissemesters im Studiengang Öko-Agrarmanagement an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde (HNEE) wirkte er an der Produktentwicklung maßgebend mit. Am Mittwoch wurde der Chlorellasaft „Olga“ erstmals vorgestellt.

    In braunen 250ml-Flaschen ist der Chlorellasaft „Olga“ abgefüllt. Zwei Geschmacksrichtungen werden angeboten: Apfel-Aronia und Apfel-Möhre-Ingwer. „Sie sind das Ergebnis wochenlanger Tests und stellten sich als besonders schmackhaft in Kombination mit der sehr geschmacksintensiven Chlorella-Alge heraus“, erklärt Valentin Kunze, der im 4. Semester Öko-Agrarmanagement an der HNEE studiert. Zusammen mit der Mosterei Ketzür entwickelte er während seines Praxissemesters sowohl die Rezeptur als auch das gesamte Marketing-Konzept für das Getränk, welches durch die Chlorella-Alge Vitamin B12 natürlichen Ursprungs enthält. „Revolutionär daran ist, dass man allein mit einer Flasche des Safts seinen täglichen Bedarf an Vitamin-B12 decken kann“, berichtet der HNEE-Student, der erstmals an einer Produktentwicklung mitwirkte. Im Rahmen seines Studiums befasste er sich bereits mit verschiedenen Theorien, wie man in Betrieben neue Produktideen umsetzen kann. Jetzt setzte er anhand von „Olga“ die Theorie in die Praxis um. „Ich konnte erstmals etwas Handfestes mit Bezug zum Modul für Agrarmanagement machen“, berichtet Valentin Kunze. 3 Monate arbeitete der Berliner in der Mosterei Ketzür und erhielt letztlich eine Anstellung, um die Produktentwicklung und Markteinführung zu komplettieren. Dabei war er im Austausch mit verschiedenen Partnern, die bei der Umsetzung der Produktidee mitwirkten. So zum Beispiel die IGV Institut für Getreideverarbeitung GmbH, die mit Chlorella-Algen als Vitamin-B12-Lieferant schon erste Erfahrungen gesammelt hatte und die Reha-Klinik „Hoher Fläming“ in Bad Belzig, die Patienten mit Mangelerscheinungen behandelt und von Anfang an Teil des Projekts war. „Vor allem Vegetarier und Veganer, aber auch ältere und kranke Menschen sowie Schwangere oder Sportler leiden oft an einem Vitamin B12-Mangel“, sagt Valentin Kunze, der sich ausgiebig zum Vorkommen und Wirken des Vitamins durch umfangreiche Studien der Fachliteratur sowie dem Austausch mit Medizinern informiert hat. Mit „Olga“ ist ihm nun eine regionale Innovation gelungen, die erstmals am Mittwoch im Rahmen einer Auftaktveranstaltung vorgestellt wurde.

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