Unterricht einmal anders

Energie zum Anfassen erlebten eine achte und zwei neunte Klassen des Geschwister-Scholl-Gymnasiums in Fürstenwalde. Statt Mathe, Deutsch und Biologie standen die Themen Energieerzeugung, Energiesparen und regenerative Energien auf dem Stundenplan. Mit Schrauben, Schneiden und Bohren war in dieser Woche handwerkliches Geschick gefragt. Grund für den frischen Wind im Unterricht war der Besuch des EWE-Energiemobils „Energie macht Schule“. An je einem Projekttag zeigte das EWE-Team den Schülern, wie man mit selbst gebauten Energiemodellen Strom erzeugen kann, und was es mit den erneuerbaren Energiequellen auf sich hat. Diese Themen interessierten auch Hans-Ulrich Hengst, Bürgermeister der Stadt Fürstenwalde. Zusammen mit Nadine Auras, Pressesprecherin beim Energiedienstleister EWE, schaute er sich am Freitagvormittag den „Energieunterricht“ der 8b einmal genauer an. Bürgermeister Hengst nutzte die Zeit, um mit den Mädchen und Jungen über die Komplexität der Energiewende zu sprechen. Die Schüler hatten den ganzen Schultag für den Energieunterricht zur Verfügung. Dabei sollten sie nicht einfach nur Vorträgen lauschen, sondern selbst aktiv werden. Statt ins Klassenzimmer ging es zunächst in den EWE-Bus, wo es neben einer theoretischen Einführung und Informationen zum Thema Energieerzeugung auch das notwendige Handwerkszeug für die anstehende Aufgabe gab: Mit Hilfe mobiler Werkstätten sollten die Achtklässler Solarbuggys, Kurbelleuchten, Computeranemometer und Windräder bauen. Die einzelnen Bauteile mussten die Jugendlichen aus den Rohmaterialien selbst herstellen. „Es ist schön zu sehen, wie die Jugendlichen durch Ausprobieren und Handwerken mit Energiethemen in Berührung gebracht werden“, sagte Hans-Ulrich Hengst. „Ich begrüße diese Form des fächerübergreifenden und praxisnahen Lernens ausdrücklich.“ Die praktischen Aktivitäten haben sich laut Physik- und Mathematiklehrerin Ines Paul mehrfach bewährt. Statt die naturwissenschaftlichen Zusammenhänge nur zu erläutern, bringe es viel mehr, die Schüler selbst aktiv werden zu lassen. Das ist auch EWE ein Anliegen. „Als regionales Unternehmen ist es uns wichtig, jungen Leuten die Themen Energieerzeugung und erneuerbare Energie, aber auch die Notwendigkeit und Wichtigkeit von Energieeinsparungen und Energieeffizienz näher zu bringen“, betonte Nadine Auras in Fürstenwalde.

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