Unfallprävention im Kita-Alltag wichtig

Kinder sind neugierig, erfinderisch und voller Entdeckerlust. Gleichzeitig sind sie unerfahren und können in vielen Situationen noch nicht unterscheiden, was gefährlich und was harmlos ist. Unfälle lassen sich nicht ausschließen. Am häufigsten verunglücken Kinder zu Hause, aber fast jeder vierte Unfall ereignet sich in der Kita. „Die Sorge vor Unfällen ist berechtigt. Dennoch müssen wir den Kindern auch die Freiheit lassen, sich zu bewegen und die Umgebung zu erkunden“, sagte Gesundheitsstaatssekretärin Almuth Hartwig-Tiedt anlässlich einer Fachtagung des Netzwerkes Gesunde Kita, die zum Thema Unfallprävention im Kita-Alltag veranstaltet wurde.

Kinder in ihrem ersten Lebensjahr verunglücken meistens in der häuslichen Umgebung. Mit zunehmendem Lebensalter und wachsender Mobilität treten andere Unfallorte hinzu, wie beispielsweise Spiel- und Sportplätze, öffentliche Verkehrswege, Betreuungs- und Bildungseinrichtungen. Unfälle lassen sich nicht komplett verhindern, aber das Risiko lässt sich minimieren. Damit die Kita noch sicherer für unsere Kinder wird, sollen Erzieherinnen und Erzieher, Eltern und Träger die Welt aus dem Blickwinkel des Kindes betrachten, um so mögliche Gefahrenpunkte zu erkennen und vorausschauend zu entschärfen.

Nach einer Erhebung des Landesamtes für Arbeitsschutz, Verbraucherschutz und Gesundheit im Jahr 2016 hat etwa jedes siebte Brandenburger Kleinkind im Alter von drei Jahren in seinem jungen Leben bereits einen Unfall erlitten, der ärztlich behandelt werden musste. Fast jeder vierte Unfall (23,3 Prozent) ereignete sich dabei in der Kita – weitaus häufiger als im Straßenverkehr (2,1 Prozent). Am häufigsten, in mehr als der Hälfte der Fälle (57,6 Prozent), verunglückten Kinder zu Hause. Jungen waren stärker betroffen als Mädchen. Befragt wurden Eltern von Kindern zwischen zweieinhalb und dreieinhalb Jahren im Rahmen der ärztlichen Untersuchungen.

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