Zwischenbilanz des Verkehrssicherheitsprogramms

    Verkehrsministerin Kathrin Schneider hat dem Kabinett die Zwischenbilanz des Verkehrssicherheitsprogramms 2024 vorgelegt und die Ergebnisse vorgestellt. Auf Basis des Unfallberichts wurde eine Datenanalyse durchgeführt und Handlungsempfehlungen gegeben. Sie werden nun umgesetzt. Die Ergebnisse der Auswertung sind in einigen Bereichen erfreulich. Sie zeigen, dass die Präventionsarbeit und Kontrollen der Polizei, die Aktionen der Landesverkehrssicherheitskampagne, der Verkehrswachten und aller anderen Akteure wirksam sind.

    „Einen wichtigen Beitrag leisten auch die straßenbaulichen Maßnahmen zur Entschärfung von Unfallschwerpunkten, wie beispielsweise durch den Bau von Kreisverkehren oder Querungshilfen. Die Bilanz zeigt aber auch, dass wir unsere Anstrengungen weiter verstärken müssen. Beispielsweise für die Generation 75+. In dieser Altersgruppe steigen die Unfallzahlen. Deshalb brauchen wir Konzepte, die Seniorinnen und Senioren helfen, sicherer im Verkehr unterwegs sein zu können. Der Straßenverkehr wird sicherer, wenn alle die Regeln beachten und sich verantwortungsvoll und aufmerksam verhalten“, sagte Verkehrsministerin Kathrin Schneider.

    Das „Integrierte Verkehrssicherheitsprogramm für das Land Brandenburg“ wurde im Jahr 2014 mit dem Zielhorizont 2024 verabschiedet. In dem Programm bekennt sich das Land Brandenburg klar zum Leitbild der „Vision Zero“. Um dieses Ziel langfristig zu erreichen, wurden zwei konkrete Leitziele gesetzt:  Ausgehend vom Jahr 2012 soll bis zum Jahr 2024 die Zahl der durch Unfälle Getöteten um 40 Prozent und die Zahl der Schwerverletzten um 50 Prozent reduziert werden. Als zusätzliches Ziel ist im Verkehrssicherheitsprogramm des Landes Brandenburg festgelegt, die Anzahl der Unfälle mit Personenschaden durch unangepasste Geschwindigkeit sowie unter Einfluss von Alkohol und Drogen um 50 Prozent zu reduzieren.

    Präventionsmaßnahmen verstärken – Zielgruppen ansprechen

    Aufklärungsaktionen sind seit Beginn der 90er Jahre ein wichtiger Bestandteil der Verkehrssicherheitsarbeit im Land. Sie haben mit dazu beigetragen, dass beispielsweise die Zahl der Getöteten um 84 Prozent gesenkt werden konnte. Die Präventionsarbeit wird in den kommenden Jahren fortgesetzt und weiterentwickelt.

    Im Rahmen der Verkehrssicherheitskampagne „Lieber sicher. Lieber leben.“ werden Aktionen für alle Altersgruppen durchgeführt. Etwa 35.000 Kinder haben die etwa 300 Theateraufführungen zur Verkehrserziehung gesehen. Plakataktionen zu den Themen Komasaufen und Aufmerksamkeit im Verkehr wurden durchgeführt. Innerhalb von 20 Jahren wurden in Kooperation mit der Filmuniversität Babelsberg und der Stiftung MAPFRE Fundaciòn 14 Kinospots produziert.

    Für Jugendliche zwischen 16 und 25 Jahren gibt es das Fifty-Fifty-Taxi. Die Allgemeine Ortskrankenkasse und das Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung stellen dafür 125.000 Euro pro Jahr bereit. Die Jugendlichen können auf diese Weise an Wochenenden zum halben Preis mit dem Taxi nach Hause fahren. Die Maßnahmen für jugendliche Fahranfänger wirken. 2014 wurde das „Begleitete Fahren ab 17“ eingeführt. Die Unfälle sind seitdem in dieser Altersgruppe zurückgegangen. Gestiegen ist dagegen die Zahl der Unfälle der Generation 75 +: Von 2012 bis 2018 um 68 Prozent. Für diese Altersgruppe wird ein eigenes Präventionsprogramm entwickelt.

    Straßeninfrastruktur verbessern

    Mit straßenbaulichen Maßnahmen kann für die Verkehrssicherheit viel erreicht werden. Der Bau von Querungshilfen beispielsweise ist fester Bestandteil des 100- Millionen-Euro- Programms für den Ausbau von Ortsdurchfahrten. In der Regel werden auch Geh- und Radwege erneuert. Dadurch wird die Verkehrssicherheit für alle erhöht. Die Errichtung von Kreisverkehren und Schutzplanken an Bundes- und Landesstraßen tragen ebenfalls dazu bei, die Verkehrssicherheit auf den Straßen erhöhen. Insbesondere Motorradfahrerinnen und Motorradfahrer werden mit Rüttelstreifen auf gefährliche Straßensituationen aufmerksam gemacht.

    Radwege bauen

    Radfahrerinnen und Radfahrer sollen auf den Straßen überall sicher unterwegs sein können. Deshalb wurden in den Jahren 2015-18 vom Landesbetrieb Straßenwesen 33 Millionen Euro für Neubau und Erhaltung von Radwegen an Bundes- und Landesstraßen eingesetzt. In diesem Jahr werden weitere 12 Millionen Euro dafür aufgewendet. (Summe 2015-2019: 45 Millionen Euro) An 11 Streckenabschnitten auf Bundes- und Landesstraßen wird an neuen Radwegen gebaut. Für die bauliche Verbesserung der Schul- und Spielwege in den Kommunen wurden seit 2014 für 44 Maßnahmen 2,2 Millionen Euro Fördermittel bewilligt.

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