Geschwister-Scholl-Gymnasium Fürstenwalde

    Das Geschwister-Scholl-Gymnasium ist nun „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“. Den Weg, den die Schüler bis zum Erhalt beschritten haben, war geprägt von Ehrgeiz, Fleiß und Disziplin. Sie haben sich mit den mentalen Aufgaben, die letztlich zum Erhalt der Auszeichnung geführt haben, in vielen Workshops und Projekten auseinandergesetzt. Der Name des Gymnasiums ist schon Programm.  

    Schulleiterin Sabine Jentzsch erinnerte an die Geschwister Scholl, die schon damals für ihre Ideale eintraten. Sie wollten nicht mit ansehen, wie Menschen diskriminiert und gedemütigt werden und gingen ihren Weg erhobenen Hauptes. In der heutigen schnelllebigen Zeit sieht man gewisse Parallelen aufkommen, denen man genauso wie die Geschwister damals heute begegnen muss. Es ist wichtig, mit Zivilcourage und aufrichtigem Handeln dem entgegenzuwirken. Zur offiziellen Patin der Auszeichnung zur „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“ wurde Bundesfamilienministerin Franziska Giffey gewählt, die sich ihrer Heimat eng verbunden fühlt und diese Ehre gern annahm. Sie war selbst einst hier Schülerin, vor dem Zusammenschluss zum Geschwister-Scholl-Gymnasium, und hatte die Schulbank hier genauso wie der Bürgermeister der Domstadt Fürstenwalde, Matthias Rudolph, gedrückt.

    Im weiteren Verlauf würdigte sie die gute Zusammenarbeit mit der Landtagsabgeordneten Elisabeth Alter, die ebenfalls zum Kreis der Förderer des demokratischen Bewusstseins der Schüler des Gymnasiums gehört. Es hat sich hierbei gezeigt, dass es für die junge heranwachsende Generation eine gute Fügung war, das politische Leben aller Parteien kennen und verstehen zu lernen. Sie lobte indes, dass es in der Schule über die Jahre hinweg immer respektable Diskussionen auf Augenhöhe gab und gibt. Dass sich die Schülerschaft offen mit den Fragen des Lebens auseinandersetzt, sich kontrovers mit einmischt und sich für die kulturelle Vielfalt einsetzet. Franziska Giffey zeigte sich überwältigt über die Ehre, die ihr zuteilwurde als Patin für „Schule ohne Rassismus, Schule mit Courage“.

    Ergriffen nahm sie zur Kenntnis, dass sich 85 Prozent der Schüler aktiv gegen Rassismus einsetzen. Mit der Übergabe der Plakette ist der Weg indes noch lange nicht zu Ende, das ist gleich zusetzen mit dem Demokratieverständnis in der gesamten Bundesrepublik. Der Weg wird sich jeden Tag neu erfinden, mit neuen Herausforderungen.  Die Würde des Menschen, die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau, die Unantastbarkeit des gleichen selbstbestimmten Lebens – dass dies erhalten bleibt, dafür müsse man einen jeden Tag einstehen.

    Deutschlandweit gibt es 2.906 Schule, davon 81 Schulen im Land Brandenburg und drei in Fürstenwalde, dazu gehören noch der Rahn Education Campus und die Spreeoberschule. Franziska Giffey wünschte den Schülern nicht nur weiteren Erfolg in ihrer schulischen Laufbahn, sondern ermutigte sie, sich weiter zu engagieren im Hinblick auf die mediale Zukunft, mit wachen Augen durchs Leben zu gehen, kritisch zu hinterfragen, sich weiter einzumischen und auch im Internet Flagge zu zeigen. Der Landrat des Landkreises Oder-Spree, Rolf Lindemann, begrüßte es, dass die Bundesministerin zur Übergabe der Auszeichnung gekommen ist. Die Vorbildwirkung für die junge Generation, die ja nicht als Demokraten geboren wird, sondern durch ihr Umfeld, die Familie und die Schule erzogen sowie gebildet wird, setze damit ein Zeichen für die Zukunft.

    Auch die Landtagsabgeordnete Elisabeth Alter zeigte sich von dem Erfolg der engagierten Schüler begeistert und verwies darauf, dass alle Schulen in der Stadt und in der Region gemeinsam auf dem wirkungsvollen Weg sind, sich gegen Rassismus zu erwehren. Mit einem umfangreichen Festprogramm wurde dem Namen „Geschwister Scholl“ alle Ehre bereitet. Im Anschluss wurden unter tosendem Applaus die Plakette sowie die Urkunde übergeben.

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