1.600 neue Auszubildende in Pflegeberufe in 2017/2018

    Die Statistik der Ausbildungsstätten für Fachberufe des Gesundheitswesens im Land Brandenburg für das Ausbildungsjahr 2017/2018 ist vom Amt für Statistik Berlin-Brandenburg veröffentlicht. Danach haben 1.607 Menschen eine Ausbildung in einem Pflegeberuf begonnen, davon 789 in der Altenpflege und Altenpflegehilfe, 753 in der Gesundheits- und Krankenpflege und Krankenpflegehilfe, 48 in der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege und 17 im Hebammenwesen. Insgesamt befinden sich in Brandenburg 3.936 Schülerinnen und Schüler in einer Ausbildung für einen Pflegeberuf. Das sind rund 240 mehr als vor fünf Jahren. Die Gesamtausbildungskapazität der Ausbildungsstätten für Pflegeberufe im Land Brandenburg betrug zum Start des Ausbildungsjahres 2017/2018 rund 4.845 Plätze.

    Zu den aktuellen Zahlen sagte Sozial- und Gesundheitsministerin Diana Golze „Es ist eine gute Nachricht, dass immer mehr Brandenburgerinnen und Brandenburger sich für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden. Um den steigenden Fachkräftebedarf in der Pflege aber sichern zu können, müssen diese Zahlen stärker steigen. Das kann nur gelingen, wenn die Löhne in der Pflege deutlich erhöht und die Arbeitsbedingungen verbessert werden.“

    Sie begrüßt, dass die Bundesregierung sich endlich für neue Stellen und bessere Arbeitsbedingungen in der Pflege einsetzen möchte: „Aber einfach nur Geld für neue Stellen anzukündigen, reicht nicht aus. Der Arbeitsmarkt für Pflegekräfte ist so gut wie leer gefegt. Den Pflegeeinrichtungen hilft Geld vom Bund für zusätzliche Stellen nur dann, wenn sie diese Stellen auch besetzen können. Pflegekräfte sind rar und heiß umworben. Um mehr Menschen für diese wichtigen Berufe gewinnen zu können, müssen vor allem die Voraussetzungen für attraktive Beschäftigungsbedingungen geschaffen werden.“

    Brandenburg fordert bereits seit Jahren einen allgemeinverbindlichen Tarifvertrag für die gesamte Pflegebranche. Golze betonte: „Für die Fachkräftesicherung ist ein bundesweit geltender Tarifvertrag ein ganz wichtiger Schritt. Hier muss die Bundesregierung schnell zu einem Ergebnis kommen.“

    Derzeit wird die Pflegeausbildung in Deutschland grundlegend reformiert. Die drei bisher getrennten Berufe der Altenpflege, der Gesundheits- und Krankenpflege sowie der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege werden ab dem Jahr 2020 zu einer generalistischen Berufsausbildung zusammengeführt. Die Umsetzung des Bundesgesetzes liegt in der Verantwortung der Länder. Brandenburg hat mit den Vorbereitungen schon begonnen, obwohl die bundesrechtlichen Verordnungen noch nicht vollständig vorliegen. Die Reform der Pflegeausbildung gehört zu den Maßnahmen, um die Pflegeberufe attraktiver zu machen.

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