Über 5 Kubikmeter wurden entsorgt

Am vergangenen Sonnabendvormittag machten sich über 100 Erkneraner, unter ihnen viele Kinder, auf den Weg gegen den Müll. Mit Handschuhen, Greifern, Handwagen und blauen Müllsäcken ausgerüstet, zogen sie durch Erkner, um die unachtsam weggeworfenen Dinge der Mitmenschen aufzusammeln. Wie Bauhofleiter Detlev Schönborn sogleich zusammenrechnete, kamen so über fünf Kubikmeter Müll zusammen. Auf Geh- und Wanderwegen, Am Rund in der Bahnhofsiedlung, in der Flakenseesiedlung, entlang der Woltersdorfer Landstraße, auf dem Weg zum Wupatzsee, rund um den Jugendklub und im Rathauspark waren die fleißigen Sammler am Werk.

Eine Gruppe hatte sich innerhalb dieser Aktion auf dem Spielplatz „Spreeeck“ eingefunden und da einigen Spielgräten einen neuen Anstrich verpasst. Erik Nickel versprach: „Wir sind zwar nicht fertig geworden, werden unsere Arbeit aber an den kommenden Wochenenden zu einem Ende bringen.“ Nach der auf drei Stunden begrenzten Aktion hatte Bürgermeister Henryk Pilz zum gemeinsamen Austausch und gemütlichen Beisammensein in das Sportzentrum eingeladen. Nach getaner Arbeit waren hier immerhin noch 70 Mitstreiter gekommen. Bei Bratwurst, Stollengebäck, Keksen und Kaffee gab es eine Menge Gesprächsstoff rund um das Thema Müll in Erkner.

Da wurden Erfahrungen ausgetauscht und weitere vermüllte Stellen im Stadtgebiet aufgezählt. Und natürlich war ein Thema: Was wurde denn alles gefunden und beräumt. Am meisten wurden Zigarettenkippen und Kronkorken aufgelesen, dicht gefolgt von Kaffeebechern sowie Flaschen, aber auch viel Verpackungsmüll eines in Erkners ansässigen Fast Food Restaurants. Besonders beliebt in Seenähe waren übrigens die bauchigen Sangriaflaschen. Seltenheitswert hatten da eher ein Regenschirm im Rathauspark, Kleidungsstücke überall verstreut und ein LKW-Reifen im Dämeritzssee. Um dieses Monstrum aus dem Wasser zu bekommen, gut gefüllt mit Wasser und vielen Flaschen, mussten vier Männer zupacken.

„Ein guter Anfang ist gemacht“, meinte Bürgermeister Henryk Pilz, der fahrradfahrend überall mal vorbeischaute und selbst mit anfasste. Jeder Teilnehmer konnte als kleines Präsent einen gefüllten Erkner-Stoffbeutel mit nach Hause nehmen. An dieser Stelle sei dem EDEKA-Center Erkner, Kaufland Erkner und Fairkauf für die großzügigen Spenden mit ökologischem Mehrwert gedankt. Und zum guten Schluss sei vor allem denen gedankt, die selbstlos über fünf Kubikmeter Dreck zusammensammelten.

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