Extremes Niedrigwasser an Spree & Schwarzer Elster

Die geringen Niederschläge des vergangenen Wochenendes haben nicht zur Verbesserung des bereits seit 2018 andauernden extremen Niedrigwassers geführt. Die länderübergreifende Ad-hoc-Arbeitsgruppe hat sich Dahingehend kurzfristig getroffen.

Aufruf

Der sparsamste Umgang mit Wasser ist oberstes Gebot auch für alle Bürger und Nutzer. Die durch die Landratsämter erlassenen Allgemeinverfügungen zu Wasserentnahme aus oberirdischen Gewässern sind dringendst einzuhalten.

Im Oberlauf der Spree und den sächsischen Zuflüssen hat sich die Niedrigwassersituation durch ausbleibende Niederschläge weiter zugespitzt. Die Talsperre Bautzen ist aktuell noch zu 60 Prozent gefüllt und führt die Niedrigwasseraufhöhung der Spree fort. Die Talsperre Quitzdorf kann mangels Zufluss kein Wasser bereitstellen. Im Speicherbecken Bärwalde stehen noch 13 Prozent des Speichervolumens zur Verfügung. Das nutzbare Volumen kann vorrausichtlich noch bis September in geringem Maße zur Stützung der Abflüsse in der Spree verwendet werden. Die Talsperre Spremberg erhielt in den vergangenen Wochen einen sehr niedrigen Zufluss von unter 6 Kubikmeter pro Sekunde. Zur Stützung des unteren Spreegebietes müssen jedoch weiter über 7 Kubikmeter pro Sekunde abgegeben werden. Der Wasserstand fällt daher täglich um 4 Zentimeter. Damit schränkt sich der Gesamtzufluss zum Spreewald und nach Berlin signifikant ein. Die in den nächsten Tagen prognostizierten hohen Temperaturen werden zu einer erhöhten Verdunstung führen. Auch flächendeckender Niederschlag wäre nicht ausreichend, um das aufgelaufene Niederschlagsdefizit von fast 400 Millimeter (circa 75 Prozent des Jahresniederschlages) im gesamten Einzugsgebiet kurzfristig auszugleichen. Auch bei der Nutzung der verbleibenden Reserven in den Talsperren und Speichern wird es Mitte/ Ende September zu einem extremen Abflussrückgang mit Auswirkungen auf die hiervon abhängigen Nutzungen im gesamten Spreeverlauf in Sachsen und Brandenburg kommen.

An der Schwarzen Elster hat sich die negative Entwicklung von Anfang Juli erneut verschärft. Ab Pegel Neuwiese (Sachsen, zwischen Hoyerswerda und Senftenberg) fällt die Schwarze Elster trocken. Im Stadtgebiet von Senftenberg erfolgt die Stützung des Abflusses der Schwarzen Elster ausschließlich aus der Grubenwasserreinigungsanlage Rainitza. Der mittlere Abfluss für diesen Pegel liegt im Juli normalerweise bei rund 1,91 Kubikmetern pro Sekunde. Die Bewirtschaftung des Speicherbecken Niemtsch, Senftenberger See ist nahezu eingestellt. Unter den bisherigen meteorologischen Bedingungen fiel der Wasserstand um circa drei Zentimeter pro Woche. Damit wäre vor Ende September nicht mit Nutzungseinschränkungen zu rechnen.

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