Auftakt zu neuer Dialogreihe mit vielen Akteuren

Ministerpräsident Dietmar Woidke und die Ministerin für Bildung, Jugend und Sport, Britta Ernst, haben bei dem Auftakt der Dialogreihe „Aufwachsen in Brandenburg“ erneut das Ziel der Landesregierung bekräftigt, kein Kind zurücklassen zu wollen. „Unser Anspruch, jedem Kind und jedem Jugendlichen in unserem Land gute Perspektiven zu bieten, gilt unverändert. Dafür werden wir auch in Zukunft alles geben“, so Woidke und Ernst bei einem Treffen mit zahlreichen Akteuren aus den Bereichen Kita, Schule, Jugend und Sport in Potsdam.

Der Dialog zum „Aufwachsen in Brandenburg“ soll in den kommenden Monaten fortgesetzt werden Diskussionsgrundlage der Auftaktveranstaltung war die Studie „Jugend in Brandenburg 2017“ von Prof. Dr. Dietmar Sturzbecher vom Institut für angewandte Familien-, Kindheits- und Jugendforschung e.V. Dafür hatte ein Wissenschaftlerteam mehr als 3.700 Jugendliche zwischen 12 und 22 Jahren befragt. Die Themen der Studie waren Werte, Zukunftserwartungen und Migrationspläne; Familie; Freizeit, Medien und Sport; Interesse und Beteiligung am politischen Leben; Partizipation und die EU als Lebenswelt; Risikoverhalten und Delinquenz; Jugendgewalt und Reaktionen des sozialen Umfeldes; Rechtsextremismus und Ausländerfeindlichkeit sowie soziale Schulqualität und Schulschwänzen.

„Brandenburg ist für Kinder und Jugendliche ein guter Ort zum Aufwachsen. Das hat die Studie ganz deutlich gezeigt. Sie fühlen sich wohl und sie sehen hier ihre Zukunft. Beinahe neun von zehn Jugendlichen glauben daran, sich beruflich in Brandenburg verwirklichen zu können. Das freut mich besonders. Mit unserem erst kürzlich verabredeten Ausbildungskonsens haben wir weitere wichtige Weichen gestellt, um junge, qualifizierte Menschen für eine Zukunft in Brandenburg zu begeistern.“ Woidke blickte hingegen mit Sorge auf die erneut ansteigenden rechtsextremen Ansichten unter Jugendlichen. Das Stimmungsbild der Studie zeigt deutlich, wie empfänglich junge Menschen für rechtes Gedankengut und Populismus sind.

„Wir alle sind deswegen gefordert, zu jeder Zeit Jugendliche ernst zu nehmen, ihnen zuzuhören und mit ihnen über Sorgen und Ängste zu sprechen.“ Ministerin Ernst: „Die Lebenssituation von Brandenburger Kinder und Jugendlichen hat sich seit den 1990er Jahren rasant geändert, für einen großen Teil wesentlich verbessert. Einige aber fühlen sich abgehängt – abgehängt vom Wohlstand, von gesellschaftlicher Teilhabe und Chancen. Unsere Aufgabe ist es, gute Rahmenbedingungen für alle Kinder und Jugendliche zu ermöglichen. Das kann nur gemeinsam gelingen – im intensiven Dialog miteinander, mit allen Akteuren aus den Bereichen Kita, Schule, Jugend und Sport.“

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