Paradeplatz und Domgasse zeitweilig gesperrt

    Schon am 28. Januar 2016 wurde von den Abgeordneten der Grundsatzbeschluss gefasst, das Areal um den Fürstenwalder St. Marien Dom einheitlich zu gestalten. Dazu sollen der Paradeplatz sowie die Flächen rund um den Dom ausgebaut und neu gefasst werden. Linker Hand vor dem Eingang zum Dom soll ein kleiner Platz, auf dem ursprünglich ein Baum stand, wieder entstehen.

    Nach langen Vorbereitungen, die insbesondere die Baubeweissicherung und -dokumentation des Domes einschlossen, wurde im Januar 2018 erstmalig ausgeschrieben. Im ersten Anlauf fand sich keine Firma, die diesen Auftrag übernehmen wollte oder konnte. Zu kompliziert schienen die Anforderungen an das Bauen in denkmalgeschützter Nachbarschaft.

    Nach erneuter Ausschreibung mit einem längeren Realisierungszeitraum gab es ein Angebot, das nun in mehreren Abschnitten realisiert werden soll. Seit heute ist die Durchfahrt von der Reinheimer Straße zum Dom gesperrt. Derzeit laufen bei der Baufirma aus Müncheberg die Vorbereitungsarbeiten. Vor Ort werden Suchschachtungen gemacht, um die Lage von Leitungen zu erkunden, um diese bei den Arbeiten nicht zu beschädigen.

    Außerdem sortiert die Firma auf unserem Lagerplatz bereits das alte Pflaster, um es auf Tauglichkeit für den Einbau zu prüfen. Zunächst wird im Bereich des Paradeplatzes ein neuer Regenwasserkanal verlegt. Die Oberfläche wird im Anschluss mit einem Betonsteinpflaster befestigt. Die Arbeiten sollen Ende Oktober fertig sein.

    Gleichzeitig wird im Bereich des Domplatzes von der Domgasse bis zur Domstraße gearbeitet. Dort wird die hässliche Asphaltfläche entfernt und Natur-Großsteinpflaster eingebaut, damit rund um den Dom eine einheitliche Fläche entsteht. Diese Arbeiten sollen Ende September abgeschlossen sein. Die Baufirma verspricht, dass die Parkplätze an der Kulturfabrik trotzdem zugänglich bleiben. Dennoch wird es zu Einschränkungen kommen, wofür Anwohner und Besucher um Verständnis gebeten werden.

    Während der gesamten Maßnahme erfolgen im Dom Erschütterungsmessungen, um sicherzustellen, dass durch die Bautätigkeit keine Schäden am Dom auftreten. Weil das Bauvorhaben in direkter Nachbarschaft zu einem aktenkundigen Bodendenkmal und in unmittelbarer Umgebung des Domes liegt, ist eine Baubegleitung durch den Archäologen Florian Wilke vorgesehen, der etwaige Funde dokumentieren kann.

    Im Jahr 2019 folgen dann die restlichen Arbeiten in der Schulstraße. Außerdem wird der kleine Platz vor dem Dom angelegt und die restlichen Pflasterarbeiten im Bereich des Kapitelhauses ausgeführt.

    Im Laufe des Verfahrens hatte sich gezeigt, dass die ursprünglich angesetzte Summe nicht ausreichen wird, worauf die Abgeordneten in der Stadtverordnetenversammlung vom 5. Juli 2018 überplanmäßige Aufwendungen für den Ausbau in Höhe von 168.000 Euro beschlossen hatten, damit die Baumaßnahme durchgeführt werden kann.

    Neben den eigentlichen Bauarbeiten in Höhen von rund 545.000 Euro kommen Baubeweissicherung, Bauüberwachung, Erschütterungsmessungen sowie die archäologische Begleitung hinzu. Die insgesamt rund 698.000 Euro werden finanziert aus dem Förderprogramm Stadtumbau Ost II. Zu je einem Drittel sind der Bund, das Land Brandenburg und die Stadt Fürstenwalde finanziell beteiligt.

     

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