Gemeinsames Benefizkonzert der Stadt Storkow & der Bundeswehr

Es werden sich viele gefreut haben, dass die traditionellen Benefizkonzerte nun nach langer kultureller Abstinenz wieder stattfinden. Schon am Mittwoch ist das erste von zwei geplanten Konzerten super angekommen, auch wenn der Wettergott es zwar mit der Natur gut gemeint hatte, aber für eine Open Air Veranstaltung im Burghof der Burg Storkow war der sonst so nötige Regen doch ein wenig zu viel des Guten. Umso positiver war zu bemerken, dass die vielen Gäste recht gut vorbereitet waren. Aber all das half nichts, die Veranstaltung musste mit Unterbrechungen und zum Schluss in verkürzter Variante vorzeitig zu Ende gebracht werden. Gestern hingegen war das blühende Leben zu sehen und eine Aufbruchsstimmung zu bemerken, wie schon lange nicht mehr. Der „Schnuffi“ war all gegenwärtig, im Vorfeld fand auf dem Burghof mit Abstand eine schöne Geselligkeit statt. Die Bürgermeisterin der Stadt Storkow, Cornelia Schulze-Ludwig, sowie die Kommandeurin des Informationstechnikbataillons 381, Frau Oberstleutnant Anastasia Biefang, und der Landrat des Landkreises Oder-Spree und Schirmherr Rolf Lindemann, das Maskottchen der Stadt Storkow „Storki“ sowie der Orchesterleiter des Brandenburgischen Landespolizeiorchesters, Christian Köhler, eröffneten gemeinsam das Benefizkonzert der Stadt Storkow & der Bundeswehr.

Rolf Lindemann war es wichtig, hier persönlich als Schirmherr in Erscheinung zu treten und befand, dass die kulturellen Highlights endlich wieder in den Mittelpunkt der Gesellschaft gehören. „Schluss mit der Gängelung und den laufend sich ändernden Regelungen der Pandemie. Das geht uns allen auf die Nerven“, stellte der Landrat fest. Er wünschte unabhängig von den derzeitigen Widrigkeiten den Gästen einen schönen Abend. Zu der Musik müsse er nichts sagen, das sei eine Sprache, die jeder verstünde. Oberstleutnant Anastasia Biefang war voll des Lobes, dankte für die große Resonanz und dass so viele Gäste gekommen seien zu diesem Benefizkonzert. Dass es stattfinden kann, ist der Spontanität von Christian Köhler zu verdanken, der es ermöglichen konnte, an den beiden Tagen diese Benefizkonzerte mit dem Landespolizeiorchester zu unterstützen. Alles andere, so witzelte Anastasia Biefang, hätte vielleicht dafür gesorgt, dass der Burghof bei den Gesangseinlagen von ihr und der Bürgermeisterin wohl schneller leer gewesen wäre als der Schall. Sie rief in dem Zuge zum tatkräftigen Spenden auf. Cornelia Schulze-Ludwig erklärte, wer in diesem Jahr von dem Erlös profitieren könne: zum einen die Schülerwerft der Europaschule, die einem 50 Jahre alten „Wander-Kutter“ wieder Leben einhauchen wollen.

Vor dem Eingang der Burg, unübersehbar, konnte man diesen schon betrachten. Von außen ist er schon super restauriert, nun kommt das Innenleben dran und dafür fehlt halt das Geld. Aber, so Schulze-Ludwig: „Das kriegen wir hin!“ Und der zweite Teil, so Anastasia Biefang, wird dem Soldatenhilfswerk zugute kommen. Dieses kümmert sich seit 63 Jahren um Soldaten, die in Schieflage geraten sind, nebst ihren Familien. Bekannt ist das Hilfswerk für schnelle und unbürokratische Hilfe. Das Orchester thronte nicht wie üblicherweise vor den Gästen, sondern unterteilte sich in kleine Formationen rechts und links von der Bühne, was dem Klangerlebnis eine besondere Note verlieh. Ein gefühlvolles musikalisches Potpourri aus Klassik, Swing, Blasmusik und Schlager präsentierte sich an diesem Sommerabend. Gesanglich gaben sich Michael Heller & Simone Bernaldo die Ehre und sangen Titel aus der Musicalwelt und auch von bekannten Künstlern, wie Helene Fischer. Am Ende des Abends wurde den vielen Gästen für ihre Spendenbereitschaft gedankt – es sind nahezu 4.000 Euro zusammengekommen.

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