Der Name Christian Friedrich Schultze wird wohl selbst den meisten Fürstenwaldern kein Begriff sein. Dabei profitieren wir alle noch heute davon, dass der Forstverantwortliche – der Heideherr – vor über 180 Jahren damit begann, am Spreeufer westlich der Stadt einen Park anzulegen. Von seinen Zeitgenossen wurde das Projekt zunächst als „Schultzes‘ Unsinn“ verunglimpft, da es in Fürstenwalde weder „zu eng“ war, noch im Umfeld der Stadt an Grün mangelte. Dennoch wurde der Park schnell ein beliebtes Ausflugziel und bald darauf bis zur 1842 eingeweihten Eisenbahn vergrößert. Der frühere Spreebezug ging leider durch die Kleingartenanlagen verloren und der Schwerpunkt der Nutzung verlagerte sich auf den Bereich nördlich der heutigen Dr.-Wilhelm-Külz-Straße.

    Die grünen Wege, Pfade und Plätze – allen voran das Rondell mit dem 2016 erneuerten Springbrunnen – laden zum Spazierengehen, als Treffpunkt und zum Verweilen ein. Mit dem Heimattiergarten, der Freilichtbühne, dem Parkclub und den Aktivitäten auf dem Festplatz bietet der Fürstenwalder Stadtpark darüber hinaus ein vielfältiges Angebot für Jung und Alt. In vielen Bereichen des Parks wurden neue Sitzbänke und Abfallbehälter aufgestellt, weitere werden folgen. Seit Juni ist der erneuerte Parkplatz bei den alten Villen nutzbar und bietet jetzt eine ordentliche Möglichkeit, seinen Pkw abzustellen.

    Die Villen selber, die Aufbauschule und viele kleinere Ecken zeigen, dass im und am Stadtpark noch einiges zu tun bleibt. Dies ist aber normal, da ein Park nie „fertig“ ist. Leider wird das Bild zusätzlich durch Vandalismus und Verschmutzung getrübt, wie der Diebstahl der beliebten Affen-Plastik am Hauptweg beweist. Aber auch so ist es jedem zuzumuten, anfallenden Müll in die vorgesehenen Behälter zu entsorgen, auch wenn diesmal einen kurzen Weg bedeuten könnte. Die Reinigung von Flächen und Pflanzungen macht eine Menge Mühe und kostet viel Zeit und Geld, die besser in die weitere Verschönerung des Stadtparks investiert werden könnten.

    „Die übergroße Mehrheit der Menschen nutzt den Park aber gern und auch so, wie es unser Vorfahr Christian Friedrich Schultze gewollt hat: als Ort der Erholung im Grünen“, so Bürgermeister Matthias Rudolph. Zum Andenken an das Wirken Schultzes‘ heißt die Hauptachse des Stadtparks zwischen Parkallee und Festplatz nun „Heideherr-Schultze-Weg“. Dies wird nun durch eine entsprechende Beschilderung deutlich und auf dem Zusatzschild erklärt.

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