Das Brecht-Weigel-Haus in Buckow wird weiter ausgebaut

Landrat Gernot Schmidt und Brandenburgs Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur, Dr. Manja Schüle, begehen den ersten Spatenstich für den neuen Besucherpavillon am Brecht-Weigel-Haus in Buckow. Die Gesamtinvestition beläuft sich auf knapp 1,34 Millionen Euro. Hiervon sind rund 220.000 Euro Eigenmittel des Landkreises, 284.000 Euro kommen vom Bund und dem Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg, sowie 833.000 Euro aus EU-Fördertöpfen. Die Fertigstellung des neuen Besucherzentrums ist für Anfang 2022 geplant. Das Brecht-Weigel-Haus in Buckow ist ein Kleinod in der Kulturlandschaft des Landkreises Märkisch-Oderland. Das architektonisch wertvolle Atelierhaus bildet den Mittelpunkt des Künstlergartens mit Theaterschuppen, Bootssteg und Seebalustrade. Dieser anmutige Garten am Ufer des Schermützelsees zieht Jahr für Jahr tausende Gäste aus dem In-und Ausland in seinen Bann. Die Verbindung von Natur- und Kunstgenuss ist hier besonders spürbar.

Die Gewinner des Architekturwettbewerbs für den Eingangspavillon entwarfen einen polygonalen, eingeschossigen Holzkörper von 18,00 m x 9,00 m, dessen Fassaden und Dachflächen aus Lärchenholzschalung bestehen. Dadurch wird die Wirkung eines kompakten monolithischen Baukörpers erzielt.
Mit der Positionierung des Grundstückes wird eine günstige Anbindung an den öffentlichen Gehweg einerseits und an die Wege auf dem Grundstück andererseits erzielt. An den jeweiligen Gebäudeenden werden sich große Fenster öffnen. Die Fassade des südlichen Gebäudeflügels befindet sich an der Grundstücksgrenze zur Bertolt-Brecht-Straße. Von dort aus wird dann der Brechtgarten betreten. Konzeptioniert wird das Besucherzentrum als ein eigenständiges Gebäude in zeitgerechter Architektur und bewusster Reduktion der Materialien, wodurch es sich deutlich von den Bestandsbauten absetzt.

Über den geplanten Außenraum erreichen die Besucher das Foyer des Gebäudes, welches bereits vom Gehweg aus über ein bodenhohes Fenster einsehbar ist. Links im Gebäude befinden sich die Informationstheke mit Kasse und der Museumsshop, die Büroräume, die Nebenräume, wie z.B. Archiv und Toiletten. Auf der rechten Seite befinden sich die Teeküche und der Eingang zum Saal. Der neue Zugang von der Straße wird so konzipiert, dass zukünftig jeder Besucher das Grundstück nur über das Empfangsgebäude betritt. Der Außenbereich/Eingangsbereich wird durch Sitzmöglichkeiten und Fahrradständer ergänzt. Nach der Fertigstellung des Eingangspavillons kann das denkmalgeschützte Atelierhaus als authentischer Ort endlich der reinen Besichtigung dienen und die durch seine stark gegliederte Straßenfront geweckte Erwartungshaltung der Gäste erfüllen. Der bisher nicht zu lösende Konflikt zwischen Veranstaltungs- und Besichtigungsbetrieb wird vollkommen entzerrt.

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