Feuerwehrball im Seeblick

Retten – Bergen – Löschen – Schützen

Traditionell findet der Fürstenwalder Feuerwehrball in Trebus im Restaurant Seeblick statt. Dieser war, wie auch schon in den vorangegangenen Jahren, ein gut durchorganisierter Ball mit einem kleinen Highlight, denn am Eingang bekamen die Damen eine Rose übergeben und die Herren wurden fotografisch festgehalten. Mit zu den Gästen aus Nah und Fern zählte auch der erste Beigeordnete der Stadt Fürstenwalde, Stefan Wichary. Dazu kamen befreundete Wehren aus Berlin und Polen, für die es ebenfalls ein Muss war, bei diesem schönen Highlight in Trebus mit dabei zu sein. Dieser Ball ist auch ein Dankeschön an die Kameradinnen und Kameraden der Feuerwehr, die Tag für Tag dafür sorgen, dass sie bei Bränden, Unfällen oder Ähnlichem als erste vor Ort sind und dafür Sorge tragen, dass alles in geordneten Bahnen läuft. Sie sind es auch, die mit ihrer Bereitschaft in 24-Stunden-Diensten an Sonn- und Feiertagen für den Ernstfall gewappnet sind, mit komplizierter Technik umgehen können und diese fachgerecht einsetzen. Sie sind es – und ihre Familien – denen unsere Gesellschaft Respekt zollen muss und gar nicht genug für ihren selbstlosen Einsatz danken kann. Noch bevor es aber so richtig in Feierstimmung losgehen sollte, gab es die Einschätzungen der geleisteten Arbeit der Kameraden durch den Leiter der Feuerwehr, Jörn Müller. Durch den offiziellen Teil führte im Übrigen zum ersten Mal der stellvertretende Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Stefan Bartsch, der zwar leicht aufgeregt war, aber sogleich professionell und damit seines Amtes würdig, die einleitenden Worte übernahm und alle aufs Herzlichste begrüßte.

In seiner Rede sprach Jörn Müller klare Worte: „Retten – Bergen – Löschen – Schützen: Die Feuerwehr ist weit mehr als ‚nur‘ der klassische Löschzug. Die technischen Hilfeleistungen rangieren hier an erster Stelle. Ob Verkehrsunfälle auf dem umfangreichen Landes- und Bundesstraßennetz, ob auf der Bab 12, dem Gleisnetz der Deutschen Bahn oder der Bundeswasserstraße ‚Spree‘ – eine schnelle und komplexe Hilfeleistung ist nur möglich, wenn Rahmenbedingungen stimmen. Hierzu zählen nicht nur die technischen Hilfeleistungen bei Verkehrsunfällen, sondern auch die Beseitigung von Gefahren zur Widerherstellung der öffentlichen Ordnung“. Mit 651 Einsätzen hatte die Feuerwehr Fürstenwalde bis dato zu tun, darunter zählten Keller- und Wohnungsbrände, Waldbrände im Sommer und viele Unfälle, besonders auf der Autobahn. Sorge bereite dem Feuerwehrleiter vor allem die Tatsache, dass die Fluktuation im hauptberuflichen Bereich schon ernste Formen annehme. Seit dem letzten Jahr haben 7 Kameraden die Wehr verlassen. Gründe gäbe es genug. Besonders schmerze dabei, dass man die Kameraden natürlich perfekt ausgebildet habe für die vielen verschiedenen Situationen der Einsätze. Dies zu kompensieren, ist nicht nur schwer, sondern fast nicht machbar. Denn klar dürfte sein, dass jede Branche, egal in welchem Bereich, Mitarbeiter suche und anscheinend auch finde. Um die Feuerwehr in Fürstenwalde nicht weiter auszubluten zu lassen, müssen dringend adäquate Lösungen gefunden werden, und auch im finanziellen Bereich könnte man schon jetzt bestimmt etwas tun. Viele lobende Worte gingen an alle Kameraden, die im Einsatz gezeigt hatten, wie es kameradschaftlich funktioniert. Besonderes Augenmerk im Verlauf des Festaktes fiel auf die Auszeichnungen für langjährige Zugehörigkeit und die damit einhergehenden Beförderungen der Kameraden. Einen glanzvollen Abschluss bildete die Auszeichnung von Karl-Heinz Reibsch, bei der sich der gesamte Saal erhob und dem Oberbrandmeister der Feuerwehr, der auf eine 60-jährige Zugehörigkeit zurückblicken kann, Respekt zollte.

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