Stadtverwaltung Erkner hatte alles im Griff

Der erlösende Anruf des Sprengmeisters kam um 11.20 Uhr: Erfolgreich wurde die amerikanische Fliegerbombe entschärft. Alle Evakuierungsmaßnahmen wurden danach unverzüglich vom Einsatzleiter, Stadtwehrführer Frank May, aufgehoben.
Bei Bauarbeiten wurde am Mittwoch in Erkner in der Bahnhofsiedlung eine amerikanische Fliegerbombe entdeckt. Der hinzugezogenen Kampfmittelbeseitigungsdienst hatte nach einer Begutachtung noch am selben Tag festgestellt: Der Zünder der ca. 50 Kilogramm schweren Bombe ist zwar stark gerostet, dennoch lässt sie sich vor Ort entschärfen.

So waren die Anwohner im Umkreis von 300 Metern am Freitagmorgen ab 8 Uhr aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Als zentrale Anlaufstelle hatte die Stadtverwaltung Erkner die Stadthalle bereitgestellt. Das Gesundheitsamt des Landkreises Oder-Spree hatte verfügt, dass jedem Besucher ein Platz von neun Quadratmetern in der Halle zur Verfügung gestellt werden muss. Nur ganz wenige, zumeist ältere Mitmenschen haben diese Möglichkeit genutzt.

Die Stadtverwaltung hatte zudem auch weitere Quartiere bereitgestellt, wie u.a. Räumlichkeiten in der Löcknitz-Grundschule oder in der Turnhalle, die aber nicht benötigt wurden. Hilfe kam zudem durch die Häuslichen Krankenpflegedienste der Stadt und das DRK-Pflegeheim, die pflegebedürftige Einwohner und Einwohnerinnen aufnahmen und sie in dieser Zeit umsorgten.
Die Bombenentschärfung selbst ging mit etwas Verspätung los, weil ein Bürger sein Haus zunächst nicht verlassen wollte.
Wie die vier Mitarbeiter des Kampfmittelbeseitigungsdienstes nach getaner Arbeit bekanntgaben, verlief die Entschärfung ohne Komplikationen.

Die Stadtverwaltung bedankt sich bei allen Betroffenen für ihr besonnenes Verhalten und bei allen Einsatzkräften für die geleistete Arbeit.

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