Hundeauslauf im Wald wird erweitert

Auf Initiative der Stadt Fürstenwalde wurde heute im Beisein von Staatssekretärin Carolin Schilde und Stadtforstdirektor Thomas Weber im Stadtforst Fürstenwalde die erweiterte Hundeauslauffläche feierlich übergeben. Die herzliche Begrüßung mündete bereits in einer netten Geste: Wohlwissend, dass Staatssekretärin Carolin Schilde ebenfalls ein Hundenarr ist, hatte man ihr einen Leckerbissen für ihren Hund überreicht. Trotz Vakuumverpackung gab es allerdings für die Hunde, die zur Eröffnung dabei waren, mit ihrem ausgeprägten Geruchssinn kein Halten mehr. Im Weiteren erkundete man noch das 1 ½ Hektar große Waldstück, auf dem die Hunde in der Zukunft ein schönes Areal vorfinden werden, um sich austoben zu können.

Die Hundebesitzer sind hier aufgerufen, eigenverantwortlich die Entsorgung der Häufchen zu übernehmen. Es gibt dafür keine Beutel, aber einen Behälter zur Entsorgung. Man geht davon aus, dass sich alle Hundeliebhaber daran halten werden. Elisabeth Alter, Landtagsabgeordnete der SPD, die bei dem Termin leider nicht dabei sein konnte, wird in Zukunft für diesen Hundeauslaufplatz die Patenschaft übernehmen. Die Stadt Fürstenwalde hatte bereits im April letzten Jahres auf eigenen Forstflächen Hundebesitzern eine erste Fläche zur Verfügung gestellt, auf der die Hunde, abweichend vom geltenden Leinenzwang im Wald, frei herumlaufen können.

Mit dem Angebot hatten die Fürstenwalder Stadtoberen im vergangenen Jahr für Brandenburg Neuland beschritten. Voraussetzung war eine Freigabe der Fläche als Hundeauslaufplatz auf Grundlage des Brandenburger Waldgesetzes durch die zuständige Oberförsterei Erkner. Die Leinenpflicht für Hunde ist im Waldgesetz des Landes „Allgemeines Betretungs- und Aneignungsrecht“ für Brandenburg so festgelegt: „Hunde dürfen nur angeleint mitgeführt werden. Dies gilt nicht für Jagdhunde im Rahmen der Ausübung der Jagd sowie für Polizeihunde.“

Dahinter steht die Überlegung, dass nicht angeleinte Hunde Wild oder sogar geschützte Tiere aufstöbern könnten. Auch sind nicht alle Waldbesucher begeistert, wenn sie einem nicht angeleinten Hund begegnen. Andererseits argumentieren Hundebesitzer damit, dass die Tiere für eine artgerechte Haltung und für ihre gute Erziehung regelmäßig Auslauf brauchen. Zudem müssen Auslaufplätze wohnortnah erreichbar sein.

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