Stadtchronik zum 750. Jubiläum entsteht

So eine Stadtchronik zum 750. Jubiläum ist eine aufwendige Sache, wenn man bedenkt, dass die Stadt Fürstenwalde zwar urkundlich im Jahre 1272 erwähnt wurde, aber über ihre Gründung geschichtlich eigentlich nichts bekannt ist. Das Jubiläum gründet sich daher auf die Ersterwähnung – und im Jahr 2022 begeht die Stadt ihr historisches Jubiläum. Zum Glück haben schon Regionalhistoriker eine gewisse Vorarbeit geleistet, wie zum Beispiel Pfarrer Dr. Georg F. G. Goltz, der 1837 eine umfangreiche Chronik verfasst hat, auf die man sich seither stützt.

Außer Acht lassen will man dabei nicht, dass auch der Lehrer Emil Unger 1932 eine Chronik zur Stadtgeschichte erstellt hat. Ihm stand dabei die Goltzsche Chronik zur Seite, die er lediglich mit Fakten der Neuzeit vervollkommnete. Nun gibt es umfangreiche Bestrebungen, die Stadtchronik in all ihrer Komplexität zu einem Meisterwerk erblühen zu lassen. Hierbei hat sich ein Team gebildet, das es für sich und für die Allgemeinheit zur Aufgabe gemacht hat, zum 750. Jubiläum der urkundlichen Erwähnung der Stadt Fürstenwalde eine gut recherchierte und detailreiche Chronik zu erarbeiten. Hier sei noch hinzugefügt, dass man ursprünglich von einem Band ausging, welcher mit Bildern unterstützt werden sollte. Im konstruktiven Miteinander stellte man fest, dass Wolfgang Andres ebenfalls plante, einen Bildband zur Geschichte der Stadt herauszubringen. In einem der Zusammentreffen einigte man sich, der Chronik auch einen Bildband hinzuzufügen. Ebenfalls als gelungen kann man die Cover-Gestaltung auf beiden Bänden bezeichnen. Diese wird die Stadtansicht, wie sie Gerhard Goßmann einst sah, zieren und beim Nebeneinanderlegen der Bücher enthüllt sich für den Betrachter die Gesamtkomposition des Bildes einer Stadtansicht im 16. Jahrhundert. Das Museum der Stadt sowie der Verein für Heimatgeschichte und Heimatkunde, die Mediahaus GmbH und Wolfgang Andres sind nicht die einzigen, die sich mit der Gestaltung beschäftigen. Sechs weitere Autoren sind derzeit bestrebt, die Chronik in Wort und Schrift zu verfassen. Die Aufarbeitung ist sehr umfangreich und nimmt viel Zeit in Anspruch. Gegliedert kümmern sich die Autoren Guido Strohfeldt, Christian Köckeritz, Ralf Sternkopf, Reinhard Stang, Achim Notroff und Hans Jürgen Woldt um einzelne Epochen der Geschichtslegung. Ralf Sternkopf, Vorsitzender des Heimatgeschichte und Heimatkunde Vereins Fürstenwalde, würde sich freuen, wenn man authentisch erlebte Geschichten der Bürger der Stadt mit einfließen lassen könnte, gewissermaßen als „Anekdoten“, damit die Geschichte durch eigene Schilderungen für den späteren Leser lebendiger würde. Hierfür gibt es einen Aufruf, der sich an die Fürstenwalder Generationen wendet.

Aufruf des Fürstenwalder Vereins Heimatgeschichte und Heimatkunde
Oma, Opa, Ihr wisst das bestimmt noch!
Wie war das damals?
Aufruf zum ausdrucken

Das Geschichtswerk wird sich über 11 Kapitel und 700 Seiten erstrecken. Je nach zeitlicher Abfolge gegliedert, wird es mal mehr, mal weniger zu berichten geben. Der Bildband, so ist die Planung, ist mit 340 Seiten ebenfalls sehr komplex, hier stellt man sich vor, diese in vier Abschnitte zu unterteilen. Das Mediahaus hat sich bereits mit dem Corporate Design auseinandergesetzt und einen roten Faden durch die Chronik designt, was dem Leser helfen wird, die Geschichte der Stadt Fürstenwalde mit den einzelnen geschichtlichen Fakten gut zu verstehen. Es wird eine Einleitung geben, die durch den Museumsleiter Guido Strohfeldt formuliert wird. Auch ein Grußwort ist vorgesehen. Von wem das sein wird, wollte man zu diesem Zeitpunkt allerdings nicht sagen, es soll sich aber dabei um eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens handeln. Nun gibt es natürlich noch die Frage der Finanzierung, die zu bewältigen ist. Man möchte gern 500 Exemplare drucken, in einer Qualität, die dem geschichtsträchtigen Werk eine besondere Wirkung verleiht. Ganz klar wurde zu verstehen gegeben, dass man nicht beabsichtige, wie bereits bei anderen Büchern geschehen, die Unterstützer mit großformatigen Anzeigen zu verewigen. Ganz das Gegenteil ist der Fall. Klassisch gehalten, in Wort und Schrift im Einband, dem könne man zustimmen. Es gibt eine Reihe von Finanzierungsbeispielen, mit denen man schon Erfahrung hat. Eine der Vorstellungen, die viele teilen, wäre, wenn sich alle Fürstenwalder mit einem symbolischen Euro beteiligen würden. Bei 33.000 Einwohnern hätte das auch eine Symbolwirkung und wäre einmalig in der Geschichte. Sollte es also Menschen geben, die das unterstützen möchten, gibt es ein Spendenkonto bei der Sparkasse Oder-Spree, Verwendungszweck: Stadtchronik, IBAN DE 16 1705 5050 3000 1435 63.

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