Mehr Aufmerksamkeit für das Instrument des Jahres 

„Orgelbau und Orgelmusik“ gehören zum immateriellen Kulturerbe der Menschheit und so ist es zu begrüßen, dass in diesem Jahr die Orgel das Instrument des Jahres ist. Für die Deutsche Stiftung Denkmalschutz Anlass genug, in diesem Jahr nach Möglichkeit 18 Orgeln beim Restaurieren zu helfen. Die Stiftung hat dem Instrument schon seit Anfang der 1990er Jahre große Aufmerksamkeit geschenkt, seit sie die Orgelrestaurierung in der Schlosskapelle in Eisenberg in Thüringen unterstützte. Seither hat sie in 30 Jahren bundesweit über 230 Verträge für 152 Orgeln ausgereicht und dafür 7,2 Millionen Euro ausgegeben. Allein im vergangenen Jahr konnte man für 10 Instrumente eine erhebliche Summe zur Verfügung. Nun hat die ehrenamtlich tätige Wissenschaftliche Kommission der Deutschen Stiftung auf ihrer Jahressitzung sieben Orgelrestaurierungen unter die 410 geplanten Denkmalprojekte aufgenommen.

Weitere elf Orgeln stehen in der Warteschleife, da die Stiftung erfahrungsgemäß im Jahresverlauf rund 100 weitere Bauvorhaben zusätzlich fördern kann. Die abschließende Zahl der unterstützten Stiftungsprojekte hängt jeweils ab von der Höhe der eingeworbenen Spenden, der tatsächlichen Erträge der treuhänderischen Stiftungen. Sicher gefördert werden in diesem Jahr die Orgel in der Dorfkirche Alt-Tempelhof in Berlin Marienfelde; das Instrument in der evangelischen Glaubenskirche in Berlin Tempelhof; die Orgel von Borgias Maerz in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Hitzhofen; die Orgel in der Paul-Gerhardt-Kirche in Hamburg Bahrenfeld; die Gloger-Orgel in der St. Severi-Kirche in Otterndorf, die Orgel in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Hörselberg-Hainich Großenlupnitz und das Instrument in der Dorfkirche in Meuselwitz Wintersdorf. 285.000 Euro sind für die Restaurierungsmaßnahmen bereits eingeplant.

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