Oscar-Verleihung in Fürstenwalde

Sommer-Lese Club sagt danke

Der „Sommer-Leseclub“ der Bibliothek der Stadt Fürstenwalde in den großen Sommerferien erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Im letzten Jahr war man mit einem neuen Konzept eingestiegen und hatte die Regeln verändert. Das hatte zur Folge, dass sehr viele Kinder aus Fürstenwalde und Umgebung bei diesem Sommer-Lese-Event teilgenommen haben. Besonders stachen dabei das Scholl-Gymnasium und die Spreeoberschule hervor, die sich voller Lesedrang auf die Bücher stürzten und lasen, was nur ging. Aber natürlich haben auch viele andere Kids mitgemacht. Um das Vorurteil zu entkräften, dass es nur Mädchen wären, die gern lesen, wurde auch die Jungs sehr dafür gelobt, dass sie ebenfalls gern lesen. Die Bibliothekarin Franziska Horvat ist für das gesamte Projekt „Sommer-Leseclub“ verantwortlich und organisiert diese Veranstaltung bis ins kleinste Detail. Sie zeigte sich begeistert darüber, dass sich die Zahl der Lesenden gegenüber den Vorjahren entschieden verbessert hat. Bereits im letzten Jahr war die Zahl der Lesefans angestiegen.

In diesem Jahr waren 201 Kids dabei, auch das ist in jedem Falle noch ausbaufähig. Auch wenn jetzt alles „digital“ zu sein scheint, ist man nach wie vor bestrebt, auch mal ein schönes Buch in der Hand zu halten. Dieses Gefühl weiter zu beflügeln, gehört mit zu den Aufgaben einer Bibliothek. Die Registrierung zum „Sommer-Leseclub“, der bereits Mitte Juni begann, war unkompliziert – entweder online oder in der Bibliothek selbst. Die neuen Regeln sahen vor, dass Teamwork und Kommunikation gemeinsam mit der Familie oder mit Freunden dabei eine wesentliche Rolle spielen sollte. Erzählen, Zuhören, Mitmachen und Nachfragen sind online, telefonisch oder mit dem nötigen Abstand möglich. Dazu sollte ein Logbuch als Begleiter für das Lese-Team durch die gesamte Aktionszeit führen. Am Samstag fand auf dem Areal rund um die Kulturfabrik und dem Museum der Festakt zur Prämierung der lesebegeisterten Kids statt. Einen großen Dank sprach Franziska Horvat in dem Zuge allen aus, die beim „Sommer-Leseclub“ mit dabei waren – auch den 38 Erwachsenen, die es sich nicht nehmen ließen, begeistert mitzulesen. Ein großes Dankeschön gilt auch der Sparkasse Oder-Spree, Bonava & dem Rathauscenter, die diese Veranstaltung kräftig unterstützten. Die Team-Namen waren in diesem Jahr ganz famos: „Korolese“, „Phantasiefunken“ oder das „Leseratten Trio“, um nur einige zu nennen. Dazu gehören auch Mottos, mit denen man sich beweisen wollte, wie zum Beispiel „Schill mal mit Hörbüchern“, „Schau nicht soviel auf‘s Handy, sondern lese“ und viele andere kamen da zutage. Mit Begeisterung stellte man fest, dass in diesem Jahr 184.868 Seite gelesen und 1.000 Bücher ausgeliehen wurden. Aber der bemerkenswerte und absolute Höhepunkt war, so Franziska Horvat, dass die Leserin Lena mit 34 Büchern wohl in den Ferien mehr gelesen haben wird als jeder andere.

Jeder der Lesehelden bekam eine Urkunde verliehen für sein Mitwirken beim „Sommer-Leseclub“. Prämiert wurden auch die sagenhaft tollen Logbücher der Teams, die sich inhaltlich so sehr unterschieden, dass es der Jury recht schwergefallen war, hier das Beste zu finden. Ein „Lese Oscar“ für das kreativste Logbuch ging an Melissa und Nadine von den „Leseakrobaten“. Der Preis für den „Coolsten Leseplatz“ ging an das Team „Infiniti“ mit Felix, Simon, Tim und Nico. Das „Schönste Leseerlebnis“ ging an Linda. Und der Wanderpokal für die „Erfolgreichste Klasse“ ging in diesem Jahr zum wiederholten Male an die nunmehr schon 8. Klasse des Scholl Gymnasiums. Sie waren mit 17 Leserinnen angetreten und haben somit eine beachtliche Zahl an Büchern gelesen. Herzlichen Glückwunsch! Der gesamte Festakt wurde durch ein Kamerateam aufgezeichnet und für die Zukunft festgehalten. Im Anschluss hatte der Tanzkreis-Chef Marcel Schnieber noch für einen „Flashmob“ gesorgt, wobei alle richtig toll mitmachten. Er hatte eigens dafür den Titel „Zusammen“ von den „Fantastischen Vier“ eingespielt und mit einfachen Tanzfolgen kombiniert. 200 Gäste rockten open air bei sommerlichen Temperaturen das Kulturfabrik-Areal.

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