Über 40 brandenburgische Denkmale erhielten Unterstützung

Gerade auch im letzten Jahr leistete die Deutsche Stiftung Denkmalschutz durch ihre zuverlässige Förderung einen wohltuenden Beitrag zur Planungssicherheit für die Bauherren, ihre Architekten und die hochqualifizierten Handwerksbetriebe, die in der Denkmalpflege zum Einsatz kommen. Allein im letzten Jahr stellte der Denkmalschutz in Brandenburg über 1,2 Millionen Euro für mehr als 40 Denkmäler zur Verfügung. Bundesweit unterstützte die private Denkmalschutzstiftung mehr als 530 Objekte mit über 19 Millionen Euro. Die Mittel stammen aus privaten Spenden, den Erträgen Treuhandstiftungen, aus Nachlässen, Geldauflagen und aus den Erträgen der Lotterie GlücksSpirale, deren Destinatär die Deutsche Stiftung Denkmalschutz ist.

Zu den Projekten in Brandenburg gehörten zahlreiche Profanbauten, darunter das Kossätenhaus Altranft. Altranft wurde rund 5 Kilometer südöstlich von Bad Freienwalde am Rande des Oderbruchs als Sackgassendorf zwischen der alten Handelsstraße von Frankfurt nach Stettin und der Alten Oder angelegt. Das 1698 als Wohnstallhaus errichtete Gebäude ist ein eingeschossiger Fachwerkbau mit hohem Satteldach über einem niedrigen Feldsteinsockel. Der Grundriss entspricht dem Haustyp des Mittelflurhauses, das von der Giebelseite erschlossen wird. Das älteste Gebäude der Region liegt idyllisch am südlichen Ende eines Dorfangers. Da es seit rund 40 Jahren leer steht, ist es stark vernachlässigt worden. Erste statisch-konstruktive und restauratorische Notsicherungsmaßnahmen sind jedoch bereits nicht zuletzt dank einer namhaften Spende erfolgt. Bemerkenswert sind insbesondere die rund 200 Jahre alten figürlichen Wandmalereien im Bereich des Alkovens. Zu den weiteren Projekten im vergangenen Jahr gehörten die Dorfkirche in Wismar/Uckerland, die bis auf kleinere Restarbeiten fertig restauriert werden konnte, und die Dorfkirche in Ihlow, wo die Stiftung die Gesamtinstandsetzung förderte. Schließlich wurde der Löwenvilla in Potsdam ebenso Unterstützung zuteil wie dem Joachimsthalschen Gymnasium in Templin oder dem Gutshaus in Groß Schacksdorf. Jedes dieser Denkmale stellt eine einzigartige Kostbarkeit dar.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz fördert in ihren Jahresprogrammen private wie öffentliche Denkmale – Kirchen, Klöster, Schlösser, Burgen, Bürgerhäuser, technische Denkmäler, archäologische Grabungen und historische Grünanlagen. Um sie erhalten zu können, ist die engagierte Hilfe Vieler unverzichtbar. Eine Förderung seitens der DSD versteht sich daher auch immer als Anerkennung des beispielhaften Bemühens der Denkmaleigentümer, Fördervereine, Kommunen und Gemeinden bei ihrem Einsatz für unser aller kulturellen Erinnerungsschatz.

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