Junge Reiter zeigen ihr Können beim Saisonstart

    Seit dem Herbst letzten Jahres bin ich Teil des Ländlichen Reitervereins Fürstenwalde e.V. und war am Samstag das erste Mal bei einer Veranstaltung mit dabei – beim Saisonauftakt. Jedes Jahr findet er im Frühling statt, um wieder in den geregelten Trainingsablauf zu kommen, der durch die eisige Winterzeit unterbrochen wurde, da der Hof, auf dem der Verein ansässig ist, keine Reithalle besitzt. Gegen 14 Uhr trafen sich die ersten Mitglieder, um die Pferde von der Koppel zu holen. Nach und nach trafen immer mehr Vereinsmitglieder mit ihren Familien und Freunden ein, auch meine Eltern, meine beste Freundin und ich. Nachdem die Pferde sorgfältig geputzt und gesattelt waren, sammelten sich alle am Reitplatz, wo der Vereinsvorsitzende Wolfgang Kallnischkies mit einer kurzen Begrüßung die Reiter und Besucher auf das nachfolgende Programm vorbereitete. Als erstes kamen einige junge Mädchen, die auf den Vereinspferden eine vorbereitete Voltigier-Kür zeigten. Das heißt, sie turnten und machten Übungen auf den sich bewegenden Pferden, nur mit der Hilfe eines Voltigiergurtes und ihrer Ausgeglichenheit. Sehr beeindruckend war es zum Beispiel, als sie freihändig galoppiert sind und somit nur die Kraft ihrer Beine zum Festhalten hatten, oder wie sie sich im Schritt auf den Rücken der Pferde stellten und sich mit Leichtigkeit den Bewegungen der Pferde angepasst haben. Nach ihnen kam eine kleine Dressur-Kür und ein Geschicklichkeitsparcours mit zwei kleinen Sprüngen, welche sie super meisterte. Darauf folgte das Spiel mit pro Team einem Pferd und zwei Reitern, in insgesamt zwei Teams aufgeteilt. Bei dem Spiel war man allerdings nicht die ganze Zeit auf den Pferden, sondern auch neben ihnen herlaufend und musste so möglichst schneller als die andere Gruppe sein. Hier machte ich mit und schaffte es, trotz 5 Sekunden Strafzeit, da ich mich vor Aufregung kurz verritt, mit meinen beiden Teampartnerinnen, eine von ihnen war eine große Grauschimmel-Stute, zu gewinnen. Nach unserem kleinen Spiel gab es noch eine elegante Dressur-Aufführung von einem Vereinsmitglied auf dem Englischen Vollblut des Vereins. Sehr elegant ritt sie mit einem Lächeln über den Platz und harmonierte perfekt zu seinem Gang. Nach ihnen kam noch eine Quadrille, bestehend aus vier Reitern plus Pferd. In einer Quadrille geht es darum, dass alle möglichst im Einklang stehen und dieselben Bewegungen machen. Die Performance war sehr schön anzusehen. Nach deren Aufführung gab es ein kurzes Schlusswort und eine Ankündigung für das gemeinsame Abendessen auf dem Hof. Nachdem die Pferde abgesattelt wurden und ihr Futter bekamen, durften die kleineren, aber auch großen Reiter auf den Pferden zurück zur Koppel reiten – und das ganz ohne Sattel. Kurz vor der Weide wurde noch ein großes Gruppenfoto mit allen Vereinspferden gemacht, welches hoffentlich bald auf der Internetseite zu sehen sein wird. Zurück beim Stall ließen wir den Abend mit einem gemütlichen Grillabend ausklingen. Es war eine tolle Erfahrung mit netten Menschen und einer super Stimmung.

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