Amt für Straßenwesen fällt Entscheidung mit Konsequenzen

Die Gemüter sind derzeit ziemlich erhitzt – nicht wegen der teilweise unerträglich hohen Temperaturen, eher wegen des Unverständnisses gegenüber der Tatsache, dass an der Fürstenwalder Kreuzung Dr.-Wilhelm-Külz-Straße stadteinwärts der Grüne Pfeil mit Beginn der Ferien entfernt wurde. In zeitlichen Abständen trifft sich die Verkehrsunfallkommission, ihre inhaltliche Arbeit beschränkt sich auf die Beseitigung von Unfallstellen, zur Vorbeugung und damit verbundenen Verhinderung von Unfällen. Protagonisten sind das Amt für Straßenwesen und Ordnung des Landkreises Oder-Spree, der Landesbetrieb Straßenwesen Frankfurt (Oder) und die Polizei. In diesem Zusammenhang hat die Polizei angeregt, sich über den Verkehrsknoten am Stern in Fürstenwalde zu unterhalten, da es an der Kreuzung vermehrt Unfälle gibt. Ein Vor-Ort-Termin war nun anberaumt.

Der Polizei steht hierfür EUSKa – Abkürzung für Elektronische Unfalltypensteckkarte – zur Verfügung. Dieses System ermöglicht die Analyse und Auswertung von Verkehrsunfällen und das Erkennen von Unfallhäufungsstellen. Die Polizei ist damit aufgefordert, per Erlass die Unfallursachen zu recherchieren. Einmal die Jahreskarte mit allen Verkehrsunfällen und dann in Abstufung 3-Jahres-Karten der Unfälle mit Personenschäden. Wenn sich dabei Unfallhäufungen herauskristallisieren und bestimmte Linien festgestellt werden, dann hat das Signalwirkung, was bedeutet „Gefahr in Verzug“.

Herausgekommen ist nun, dass an besagter Ampel an der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 7 Verkehrsunfälle mit Personenschäden und parallel dazu noch 7 Verkehrsunfälle mit Sachschaden geschehen sind. Drei davon waren mit Beteiligung von Radfahrern und drei mit Fußgängern, 7 Verletzte waren insgesamt zu beklagen. 10 der Unfälle wurden in Richtung Stadtmitte, vier stadtauswärts und fünf im Zusammenhang mit dem Fehlverhalten nach dem Unfall registriert.

Diese Kreuzung wurde somit als eine sogenannte Unfallhäufungsstelle eingestuft.

Bemängelt wird in diesem Zusammenhang auch noch, dass die StVO am Grünen Pfeil nicht beachtet wird und so das Unfallrisiko steige. Das Amt Beeskow hatte daher  veranlasst, den Pfeil schnellstmöglich zu entfernen. Dafür gibt es ein rechtliches Regelwerk, das die Entscheidung untermauert. Man musste den Pfeil entfernen, um Schlimmeres zu verhindern.

Dazu kommt, dass die gesamte Kreuzung überarbeitet wird. Der Landesbetrieb für Straßenwesen Frankfurt (Oder) sagte dazu:

Nach Informationen der Abteilung Planung ist für die L 35 ein erster Abschnitt im Bereich der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße als Gemeinschaftsbaumaßnahme mit dem Zweckverband Fürstenwalde geplant. Die Baudurchführung soll im Jahr 2020 beginnen. Der Landesbetrieb Straßenwesen verfolgt das Ziel, die weiteren Abschnitte sukzessiv ab 2021 planerisch vorzubereiten und ebenfalls als Gemeinschaftsbaumaßnahmen mit der Stadt Fürstenwalde und dem Zweckverband Fürstenwalde durchzuführen.

Gesehen wird natürlich, dass durch die Entfernung des Grünen Pfeils ein Verkehrseingriff erfolgt ist und dass dieser für den Verkehrsfluss innerhalb der Stadt zu Problemen führt. Aber man geht davon aus, dass mittelfristig eine Lösung gefunden wird.

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