Eine Riesenstimmung in der Frankfurter Sporthalle Bergstraße – so vollzog sich der  diesjährige Auftakt der seit 26 Jahren laufenden Fußballpokalserie „Jugend gegen Gewalt“. Für die geplante Turnierserie mit insgesamt neun Turnieren in diesem Jahr haben insgesamt vierzehn Teams aus Frankfurt (Oder), Eisenhüttenstadt, Fürstenwalde, Beeskow, Berlin und mehreren Erstaufnahmestellen Ostbrandenburgs gemeldet – ganz im Sinne auch von Projektleiter Wilfried Bremer, der sich zuvor beim scheidenden Hallenmeister Peter Meisler für 25 Jahre Mitarbeit beim Projekt „Jugend gegen Gewalt“ bedankte, und seinem jungen Organisationsteam. Das Motto der Turnierserie „Jeder Mensch braucht ein Zuhause“ wurde von jungen Projektleuten schon 2015, auf dem Höhepunkt der Flüchtlingswelle, um mit dieser Veranstaltungsreihe und anderen Maßnahmen aktiv den Integrationsprozess mit gestalten zu können. Und dafür bekamen sie, sowohl durch die Medien, vor allem aber auch durch die  Öffentlichkeit eine Menge Zuspruch und das spornt ja bekanntlich an. Dabei geht es ihnen vor allem darum, dass junge Deutsche auf junge Kriegsflüchtlinge treffen, sie näher kennenlernen und ihnen damit auch ein bisschen Normalität und Anerkennung verschaffen können. Und dieses Turnier zeigt auch, wie junge Leute, aus diesmal aus 21 Nationen, die vielgepriesene Solidarität und gegenseitige Achtung und Anerkennung in solchen Zeiten, die von Krieg, Verfolgung und Verletzung der Menschenrechte geprägt sind, erfolgreich und unkompliziert umsetzen. Die fußballerischen Leckerbissen, die ansteckende Emotionalität aller Beteiligten oder der Teamgeist der Mannschaften taten allen in der Halle gut. Angelo Gonzales, selbst vor Jahren geflüchtet und heute Betreuer vom Team „Alma“ aus Fürstenwalde, unterstrich beim anschließendem Workshop: „Integration gelingt schneller, wenn man nicht die Fehler der Vergangenheit macht, und was wir hier machen, ist der richtige Weg und wir haben tolle Freunde gefunden“, und zeigt auf das Organisationsteam von „Jugend gegen Gewalt“. Und wie ausgeglichen die Leistungen im Turnier und wie knapp manche Ergebnisse waren, konnten alle Beteiligten das ganze Turnier über mitverfolgen. So endeten die meisten Spiele knapp mit ein bis zwei Toren Unterschied, die Halbfinal- bzw. das Finalspiele durchweg mit 1:0 Toren. So setzte sich im Finale das Team EAS/DRK Hüttenstadt gegen Neuling EAS Einstein Frankfurt (Oder) durch und beim Spiel um Platz drei der FOCC aus Frankfurt (Oder) gegen Alma aus Fürstenwalde. Als bestes deutsches Team konnte Tus Klingetal diesmal nur den fünften Platz vor Rahn – Neuzelle und den anderen Teams erreichen. „Die Herausforderungen, die sich an unsere Gesellschaft mit der Flüchtlingswelle weiter ergeben, werden nicht geringer und brauchen den Einsatz jedes Einzelnen – und dem stellen wir uns auch weiter“, so Cosmos-Kapitän Marco Schulz aus Frankfurt (Oder). Spielorte der diesjährigen Integrationsserie sind u.a. Frankfurt (Oder), Fürstenwalde, Neuzelle, Berlin, Eisenhüttenstadt und Beeskow. Unterstützt wurde die Veranstaltung auch von der Brandenburgischen Sportjugend mit ihrem Programm „Integration durch Sport“.

Karsten Wehrmann, Marcel Mondri, Christina Haufe vom Redaktionsteam  „Jugend gegen Gewalt“

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