Landkreis erinnert am 15. Juli an Oderflut

Die Bilder aus der überfluteten Ziltendorfer Niederung im Landkreis Oder-Spree während des Jahrhunderthochwassers der Oder 1997 haben sich tief in unser Gedächtnis gegraben: Ein Fluss, der sich nach Deichbrüchen bei Aurith und Brieskow-Finkenheerd Tausende Hektar Land nimmt und zum See wird, Häuser bis zu den Dachgiebeln im Wasser, verzweifelte Bewohner. Doch die Tragödie ist auch mit ganz anderen Bildern verknüpft – denen einer starken Gemeinschaft. Unzählige freiwillige Helfer, Einwohner, Soldaten der Bundeswehr, Feuerwehrleute, Mitglieder des Technischen Hilfswerks, Polizisten und Mitarbeiter von Hilfsorganisationen arbeiten bis zur Erschöpfung, um Deiche zu stabilisieren, Bewohner in Sicherheit zu bringen und Hilfe für die von der Oderflut Betroffenen zu organisieren. An dieses Zusammenwirken will der Landkreis Oder-Spree am 15. Juli in Eisenhüttenstadt erinnern und Helfern von damals und heute „Danke“ sagen. Bei einem Aktionstag auf dem Vorplatz der Inselhalle werden sich ab 10 Uhr Feuerwehren, die Bundeswehr, die Wasserschutzpolizei, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter Unfallhilfe, die Tauchereinheit Landkreis Oder-Spree und die Kreisjugendfeuerwehr präsentieren. „Wir haben den Hilfsorganisationen, deren Rückgrat ehrenamtliche Strukturen sind, viel zu verdanken. Sie übernehmen Verantwortung in kritischen Situationen, sorgen aber auch, und da denke ich besonders an die Freiwilligen Feuerwehren, für Zusammenhalt in den Kommunen. Unsere Veranstaltung soll eine Bühne für diese unermüdlichen Helfer sein“, blickt Rolf Lindemann, Landrat von Oder-Spree, voraus auf den 15. Juli. Die Besucher erwartet an diesem Tag in Eisenhüttenstadt ein vielseitiges Programm. Ein Hingucker wird der Teleskopmast der Werkfeuerwehr von ArcelorMittal sein, Wasserwacht und Hundestaffel sind zu erleben, Rettungstaucher informieren über ihre Arbeit und auf dem Kanal neben der Inselhalle werden Mitfahrten in Booten des THW und der Tauchereinheit möglich sein. Am Nachmittag können sich die Gäste auf ein einstündiges Konzert des Landespolizeiorchesters Brandenburg in der Inselhalle freuen. Zuvor findet dort auf Einladung von Landrat Rolf Lindemann die Veranstaltung „20 Jahre nach der Oderflut – Rückblick und Ausblick“ statt, zu der auch Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke erwartet wird. Beginnen wird das Erinnern an die dramatischen Ereignisse der Oderflut 1997 schon am Morgen in Ziltendorf. Dort wird um 10 Uhr zu einem Gottesdienst ins Evangelische Gemeindezentrum eingeladen. Diesen gestalten Propst Dr. Christian Stäblein, Superintendent Frank Schürer-Behrmann und der Ziltendorfer Pfarrer Mathias Wohlfahrt.

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