Rettungskräfte im Einsatz

Die Feuerwehr Fürstenwalde bekam den Notruf am Dienstagmorgen, um 8.58 Uhr und rückte mit Spitzengeschwindigkeit aus zum Unfallort: In exakt 6 Minuten war sie mit drei Löschfahrzeugen am Unfallort an der Hangelsberger Chaussee. Der Einsatzleiter, Brandmeister Mario Fells, hatte vorsorglich noch den MANV ausgelöst. MANV bedeutet: Massenanfall von Verletzten und bezeichnet eine Situation, bei der eine große Zahl von Betroffenen versorgt werden muss. Dies kann zum Beispiel bei Eisenbahnunglücken, Bombenattentaten, großflächigen ABC-Einsatzlagen, Seuchen, Flugzeugabstürzen oder Verkehrsunfällen der Fall sein. Mit in den Einsatz wurde noch die freiwillige Feuerwehr aus Hangelsberg sowie von den Technischen Diensten aus Berlin Marzahn ein Schwerlastkran geordert, der zwar dann nicht mehr gebraucht wurde, aber in diesem Fall und dieser Lage war es eine richtige Entscheidung. Auf der Hangelsberger Chaussee, in Höhe Ausbau West bot sich ein Bild der Verwüstung. Erschreckend – überall Trümmerteile! Der Honda Akkord als erstes Fahrzeug sah hingegen noch relativ passabel aus, abgesehen vom Bruch des Dreieckslenkers, doch dann kam der Ford, er lag schon mal auf der Beifahrerseite am Graben. Dann bot sich eine Schneise der Verwüstung: Der Gülle-Lkw kam von der Straße ab, und fuhr über den Graben gegen einen Baum. Unter ihm war noch ein Mercedes Vito, der aus entgegenkommender Richtung, nämlich aus Hangelsberg kam und unter dem Lkw eingeklemmt wurde. Ihn hatte es am schlimmsten getroffen. Die Feuerwehr Fürstenwalde ist hervorragend ausgerüstet und ausgebildet für solche Unfälle. Um die Person aus dem Vito zu bekommen, hatte sie den Tankbehälter des LKWs mit großen Luftkissen angehoben und das Dach des Vito von beiden Seiten mit ihren Schneidwerkzeugen aufgeschnitten, so dass die Sanitäter und der Notarzt besser an die verletzte Person gelangten – und die dann auch aufgrund dieser drastischen Maßnahme gerettet werden konnte. Insgesamt am Unfall beteiligt waren fünf Pkw und ein Lkw. Sieben Verletzte, darunter ein Kind und drei Schwerverletzte wurden in die umliegenden Krankenhäuser, ins HELIOS Klinikum Bad Saarow sowie nach Rüdersdorf und Frankfurt (Oder) gebracht. Die 72 Einsatzkräfte der Feuerwehr, Rettungskräfte nebst Rettungshubschrauber und Polizei sorgten für einen reibungslosen Ablauf. In Folge der Rettungsmaßnahmen begann die Polizei sofort mit der Unfallaufnahme, sogar die Dekra war mit technischen Geräten gleichzeitig im Einsatz und sah sich den Unfall von oben an, um daraus etwaige Rückschlüsse ziehen zu können. Zum Unfallhergang gab die Pressestelle der Polizei in Frankfurt (Oder) noch keine Auskunft, da sich der Fall in Bearbeitung befindet und noch nicht klar ist, ob hier die Staatsanwaltschaft mit eingebunden werden muss, wegen der Schwere des Falles. 

error: Der Inhalt ist geschützt!
X