In Fürstenwalde am Bahndamm hat der Verein „Die Legende“ seinen Sitz und er hat in diesem Jahr weder Kosten noch Mühen gescheut, ein Fest auf die Beine zu stellen, das in seiner Vielfalt seinesgleichen suchen dürfte. Noch bevor die sommerliche Hitzewelle eintraf, war alles in Sack und Tüten. Mit viel Liebe zum Detail hatte man alles vorbereitet und in Szene gesetzt. Viele der Oldtimer fanden ihren prestigeträchtigen Platz und waren sofort umringt von den Besuchern. Der Vorsitzende des Vereins, Reinhard Peuker, zeigte sich hocherfreut, dass alle Mitglieder voller Elan dabei waren und dass man doch ein recht ordentliches Programm auf die Beine gestellt hat. „Die Legende“ e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, wer hier Mitglied ist, bringt seine private Oldtimertechnik für die Vereinsarbeit mit ein, sie bleibt aber im Besitz des Mitgliedes. Auf dem großen Areal gab es allerhand zu sehen, auch in der Ausstellungshalle standen Fahrzeuge, zumeist – und das war sehr interessant – Fahrzeuge aus dem DDR-Alltag: Barkas, Trabant, Skoda, Moskwitsch, Wolga sowie der Lada. Auch Transportfahrzeuge aller Art, vom Tatra bis hin zum  Kraz und noch ältere Fahrzeuge waren zu bestaunen. Die Freiwillige Feuerwehr Fürstenwalde ist ebenfalls Mitglied im Oldtimerclub und zeigte ein durchaus umfangreiches Programm an Fahrzeugen, die wie alle anderen Oldtimer auch, natürlich noch fahrtüchtig sind. Die Besonderheit des Tages war mit in die Ausstellung integriert, worauf die Oldtimerfreunde besonders stolz waren. Sie haben einzelne Szenen, wie beispielsweise eine Camping-Situation, nachgestellt. Auch ein Eisenwarenladen war zu sehen, wie es ihn früher zu Tausenden gab und – das muss man den Oldtimerfreunden lassen – die Ausstellung ist ganz schön detailversessen und für die Besucher eine Erinnerung an längst vergangene Zeiten. Um dem Tag noch einen gewissen Pfiff zu verleihen, war nicht nur das THW mit seiner legendären Kastenstapel-Aktion für jedermann dabei, sondern der Besucher sollte mitgenommen werden auf eine weitere Zeitreise durch die Modewelt der DDR der 70ziger, 80ziger & 90ziger Jahre. Da wurde so manchem doch Angst und Bange. Was man auch so alles getragen hat! Ich sage nur: der Kittel der Hausfrauen. Hinzu kam noch das Fahren auf vorbezeichneter Strecke mit dem Ural und dem Zebra, darüber hinaus gab es für die Kinder zum Toben die Hüpfburg. Und als man glaubte, noch krasser kann es wohl nicht gehen, hatte man sich aber getäuscht: Aus Schönow waren die Feinstaub-Freunde da, mit unglaublichen Motoren und Turbinen, die natürlich ohrenbetäubend gezündet wurden.

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