Hochschule Eberswalde bietet neues Weiterbildungsprogramm

Was haben soziale Arbeit und Landwirtschaft gemeinsam? Sehr viel, findet Martin Nobelmann, Verantwortlicher für die berufsbegleitende Weiterbildung „Soziale Landwirtschaft“ an der Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde. „Soziale Landwirtschaft erweitert das klassische Funktionsspektrum der Landwirtschaft und bietet dem landwirtschaftlichen Betrieb neue Entwicklungsmöglichkeiten, die über die eigentliche Produktion hinausgehen“, nennt er ein Beispiel. Konkret gehe es darum, soziale Dienstleistungen für Menschen mit psychischer Beeinträchtigung, alte Menschen oder Jugendliche mit besonderem Unterstützungsbedarf in landwirtschaftliche Betriebe zu integrieren. Umgedreht erfahre die Landwirtschaft innerhalb der Sozialen Arbeit als „Setting” für Beschäftigung, Therapie oder Ausbildung wachsenden Zuspruch. „Diese Aufgabe stellt hohe Ansprüche auf fachlicher wie persönlicher Ebene. Fertigkeiten und Kenntnisse sowohl der Landwirtschaft als auch der Sozialen Arbeit sind erforderlich“, beobachtet der Fachmann. Genau hier setze das neue Weiterbildungsprogramm der HNEE an. Während einer Testphase des Hochschulzertifikats „Soziale Landwirtschaft“, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung in den vergangenen Jahren gefördert wurde, erfuhr das Angebot bereits regen Zuspruch. Akteure aus der Fachwelt waren bei der Weiterentwicklung der Module involviert und konnten mit ihren Fragestellungen und Bedürfnissen aus den Berufsfeldern der Landwirtschaft und Sozialen Arbeit die Inhalte bereichern. Die HNEE hat auf die große Nachfrage reagiert und das Hochschulzertifikat auch ohne Projektförderung fest an der Hochschule etabliert. Es richtet sich an Personen, die bereits einen Berufsabschluss haben und sich in diesem Bereich weiterbilden möchten. In erster Linie sind dies Landwirt*innen, Gärtner*innen oder Sozialarbeiter*innen. „Die Module richten sich aber auch an Quereinsteiger*innen aus anderen Berufsfeldern, die mehr über die Soziale Landwirtschaft erfahren möchten Das können sowohl Erzieher*innen als auch Bankangestellte sein“, ermutigt Martin Nobelmann zum Mitmachen. Anmeldungen sind ab sofort und bis einschließlich 10. November 2017 möglich.

Nähere Informationen zum Hochschulzertifikat, den aktuellen Modulen und Anmeldeformalitäten sind erhältlich unter: www.Weiterbildung-Soziale-Landwirtschaft.de

error: Der Inhalt ist geschützt!
X