Kastanienweg mit neuer Spielarea

Die Spielplatzkommission in Fürstenwalde ist bestrebt, mit allen Mitteln, die ihr zur Verfügung stehen, die Spielplätze der Stadt in Schuss zu halten, aber auch neue kreative Ideen mit einzubauen.  Erst kürzlich gab es eine kleine Spielplatzeröffnung im Kastanienweg. Der alte Spielplatz war schon ganz schön heruntergekommen und man musste Gefahr laufen, dass sich Kinder an den Geräten verletzen. Der Platz war beim Bau der Einfamilienhaus-Siedlung auch denkbar ungünstig angelegt worden. In diesem Zusammenhang war das Gedankenspiel, dem Kinderspielplatz auch gleich einen neuen Ort zu geben, eine gute Idee. Man könnte die Ideenfindung glatt mit einem Überraschungsei vergleichen. Der neue Spielplatz sollte etwas mit Spannung zu tun haben, man sollte klettern können, er sollte den neuesten Herausforderungen des Tobens genügen und auch schönen Sand haben zum Buddeln für die Kleinsten und auch für Eltern eine kleine Bank, damit sie ihren Schützlingen nahe sein können. Das waren ja nun keine unlösbaren Wünsche und ganz im Sinne der Spielplatzkommission. Ein paar Meter weiter wurde der neue Platz gefunden und ausgemessen. Es gab da allerdings ein paar Widrigkeiten: Zur Unterstützung sollte der Kommunalservice beim Auskoffern helfen, dies war aber leider nicht möglich. Also was tun? Na, ganz einfach, dann machen wir das! Also wurde kurzerhand selbst ein Bagger bestellt und Hand angelegt. Wobei hier dann doch noch Hilfe kam vom Nestor Bildungsinstitut, die mit ihren Leuten mithalfen, was das Zeug hielt. Man hatte zuvor die Grasnaben vorsichtig ausgestochen, denn für diese hatte man noch Verwendung. 40 cm tief musste ausgehoben werden auf dem großen Areal. Der dabei erhaltene Sand wurde gleich als kleiner Schutzwall für das Areal genutzt und mit den Grasnaben versehen, dieser bringt nun auch Schutz für die spielenden Kinder. Die Firma Kiesewetter brachte dann 80 Tonnen Kinderspielsand. Aber noch war man nicht am Ziel. Denn nun fehlten noch die Spielgeräte, und das war dann doch noch eine Herausforderung. Geeignetes Material zu finden, ist nicht das Problem gewesen, sondern Firmen zu finden, die den einzigen Baustoff, der auf den Platz zur Verwendung kommen sollte – nämlich Bäume – bearbeiten können. Schließlich ist man fündig geworden und konnte nun die Ideen umsetzen. Balancieren, Klettern, Schaukeln und vor allem Rutschen sind nun wieder möglich, ein kleines Häuschen zum Toben und Verstecken gibt es ebenfalls. Auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes gibt es eine Jugend-Area, die hauptsächlich zum Fußballspielen genutzt wird. Während der Bauarbeiten, so Matthias Bogdan, kam er mit Jugendlichen im Kastanienweg ins Gespräch. Diese nutzten den Platz eher zur sportlichen Ertüchtigung und wünschten sich eine Klimmzugstange und anderes Gerät. Ihnen konnte geholfen werden und sie haben nun drei Geräte, an denen man sich sportlich betätigen kann, ähnlich wie bei einem Fitnesspfad. Mit einem kleinen Fest wurde dann den Kindern ihr neues Freizeit-Domizil übergeben.

Bedenken über die Nutzung des schönen Areals wurden schon geäußert, so möchte man die Hundebesitzer daran erinnern, dass hier Kinder spielen. 

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