Am Sonntag, um 11 Uhr, können interessierte Besucher bei einer Führung durch das Depot des Kunstarchivs Beeskow einen Blick hinter die Kulissen und auf eine Fülle von Kunstwerken aus der DDR werfen. Im Kunstarchiv Beeskow lagern rund 23.000 Objekte, vor allem Gemälde, Druckgrafiken, Zeichnungen und Aquarelle, aber auch Fotografien, Plastiken, Kunstgewerbe und Medaillen. Sie gehörten vor 1989 den Parteien, Massenorganisationen und Staatsorganen der DDR. Viele Werke entstanden im Auftrag, andere wurden angekauft oder sind Schenkungen. Der größte Teil war in den öffentlichen Gebäuden der Besitzer zu finden: in Erholungsheimen, Schulungszentren, Geschäftsstellen oder Gästehäusern. Nach dem Ende der DDR und der Auflösung ihrer politischen Institutionen gingen die Werke als „Sondervermögen“ in die Verwaltung der Treuhand und 1994 nach dem Fundortprinzip in das Eigentum der jeweiligen neuen Bundesländer über. Im Kunstarchiv Beeskow befindet sich mit den Anteilen der Länder Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern der Hauptteil dieser Werke.

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