Den Auftakt bildet eine Befliegung von Waldflächen im Landkreis Teltow-Fläming. Nur durch die gezielte und rechtzeitige Bekämpfung mit selektiv wirkenden Insektiziden lässt sich die Ausbreitung des Eichenprozessionsspinners (EPS) in Brandenburg wirksam eindämmen und nur so können Wälder und Menschen vor den lästigen Tieren geschützt werden. Ein natürlicher Zusammenbruch der EPS-Population ist gegenwärtig nicht zu erwarten, da natürliche Gegenspieler wie Parasiten und Schmarotzer in ausreichender Zahl in Brandenburg fehlen. Zudem waren die meteorologischen Verhältnisse im letzten Jahr für die Entwicklung des Schadinsekts sehr günstig. In Brandenburg hat der Eichenprozessionsspinner in den nordwestlichen Landesteilen sein Hauptverbreitungsgebiet. In diesem Jahr wird der Eichenprozessionsspinner in Brandenburg auf einer Waldfläche von rund 460 Hektar bekämpft werden. Dabei kommt das Insektizid DIPEL ES zum Einsatz, welches mit Hubschraubern ausgebracht wird. Darüber hinaus werden befallene Einzelbäume sowie Straßen- und Alleebäume in betroffenen Landkreisen mit Sprühkanonen vom Boden aus behandelt. Wo der Einsatz von Insektiziden nicht möglich ist, müssen Raupennester und Gespinste mechanisch entfernt werden.

error: Der Inhalt ist geschützt!
X