Mit großer Mehrheit stimmten die Abgeordneten bei der Sitzung des Kreistages Oder-Spree in Beeskow dem Antrag zu, Finanzmittel des Bundes zu beantragen, um den Ausbau des Breitbandnetzes zu beschleunigen. Ziel ist es, die sogenannten weißen NGA-Flecken (Versorgung < 30 Mbits/s), in denen in den kommenden drei Jahren durch private Investoren keine Netze errichtet werden, durch zukunfts- und hochleistungsfähige Breitbandnetze zu beseitigen. „Schnelles Internet ist eine Grundvoraussetzung für die Entwicklung der Wirtschaft aber auch für Menschen im ländlichen Raum“, sagte Thomas Fischer (Rietz-Neuendorf) von der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Piraten. Durch die Verfügbarkeit eines modernen Breitbandnetzes könnten neue Geschäftsfelder erschlossen und bestehende ausgebaut, die Innovationsfähigkeit der Unternehmen gestärkt, neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Und nicht zuletzt gehe es auch um die Lebensqualität, sagte Fischer: „Wenn sich die Jugend nicht bei Facebook und Co. über ihre kleinen und großen Probleme mit Altersgenossen austauschen kann, muss man sich nicht über die Abwanderung wundern.“ Ganz kostengünstig wird das allerdings nicht von statten gehen, gibt Fischer zu denken. Eine vorläufige Kostenschätzung zum technischen Ausbau und damit zur Beseitigung der weißen NGA-Flecken im Landkreis Oder-Spree geht von einem Investitionsbedarf in Höhe von ca. 29 Mio. Euro aus. Der Finanzierungsbedarf soll aus Zuwendungen des Bundes (50 Prozent) und des Landes Brandenburg (40 Prozent) sowie aus Eigenmitteln der beteiligten Kommunen (10 Prozent) gedeckt werden. Die Antragstellung auf Zuwendungen für den Breitbandinfrastrukturausbau an den Bund soll nun bis zum 28. Februar erfolgen. 

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